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75 000 Euro hat die Gemeinde Barum 2015 für die Erneuerung des Sollweges eingeplant. Foto: dth
75 000 Euro hat die Gemeinde Barum 2015 für die Erneuerung des Sollweges eingeplant. Foto: dth

Ausgeglichen und schuldenfrei – Gemeinderat Barum beschließt Haushalt 2015

dth Barum. Es fehlte nur noch, dass sich die Ratsmitglieder vor Freude in die Arme fielen. Und die Freude hatte einen guten Grund: „Der Haushalt steht auf soliden Füßen, er ist ausgeglichen, wir haben einen kleinen Überschuss, hatten zuletzt einen positiven Kassenbestand von 474000 Euro und uns drücken keine Kredite“, sagte Barums Gemeindebürgermeister Torsten Rödenbeck (CDU) bei der entscheidenden Gemeinderatssitzung im Gasthaus Flindt zum neuen Etat 2015. Sein CDU-Kollege Markus Grube pflichtete ihm bei: „Uns kann es kaum besser gehen.“ Und Joachim Päper (SPD) konstatierte: „In Barum einen Haushalt zu machen ist eine angenehme Angelegenheit.“ Im Gegensatz zur Samtgemeinde, ließ Päper durchblicken. Er sprach vom „Erfolgsmodell der Gemeinde Barum“.

Der Ergebnishaushalt 2015, der „Cashflow der Gemeinde“ (Rödenbeck), mit einem Volumen von rund 1,9 Millionen Euro ist ausgeglichen bei einem positiven Saldo von mehr als 55000 Euro, die in die Rücklage gehen. Auch der Finanzhaushalt mit einem Volumen von rund 1,8 Millionen Euro schließt mit einem kleinen Überschuss von 17200 Euro im Entwurf ab. Doch wie üblich kommt ein Großteil der kommunalen Finanzkraft im Ergebnishaushalt der Samtgemeinde und dem Landkreis zugute. 393.700 Euro zahlt Barum als Samtgemeinde-Umlage und 652000 Euro reicht die Gemeinde an den Landkreis weiter. Der größte Gemeindeposten bei den Aufwendungen sind die Personalkosten in Höhe von 339800 Euro, die vor allem für den kommunalen Kindergarten anfallen.

Trotz geringerer Auslastung im Kindergarten hat die Gemeinde dank erhöhter Gebühren das Defizit für den Kindergarten etwas senken können. Nach Abzug der Elternbeiträge bleiben Kosten in Höhe von 193000 Euro. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei 204800 Euro.

Bei den Investitionen sind unter anderem 75000 Euro für die Sanierung des Sollweges eingeplant, der auf drei Metern Breite eine neue Fahrbahn aus Betonpflaster erhalten soll. Für 240000 Euro soll zudem der Fliederweg angefasst werden, der Rehmenweg für 45000 Euro. Außerdem 30000 Euro für die Erneuerung des Kinderspielplatzes in St. Dionys sowie 50000 Euro Planungskosten für die nächste Runde der Dorferneuerung. Im Herbst will der Gemeinderat dabei um Fördermittel für die Neugestaltung der Alten Dorfstraße sowie des Schulweges werben.

Für das Ehrenmal sind zusätzlich 7000 Euro für Baumpflegemaßnahmen und die Erneuerung der Barrieren und Bänke eingeplant. Und für 9000 Euro sollen Ortsbegrüßungstafeln angeschafft werden.

Außerdem gewährt die Gemeinde ab 2015 einen Dauerzuschuss an den Tennisclub Barum in Höhe von 1500 Euro. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr erhält einmalig 3000 Euro für den Kauf einer Küche im Gerätehaus. Und 8000 Euro zahlt die Gemeinde als Zuschuss für neue Geräte auf dem Spielplatz der Grundschule Horburg.

Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B bleiben mit 425 Prozentpunkten unverändert und die Gewerbesteuer bleibt bei einem Hebesatz von 330. Die Grundsteuern waren in der Vergangenheit deutlich angehoben worden, um zusätzliches Geld für Straßensanierungen in die Gemeindekasse zu spülen. Denn Barum gehörte zu den ersten Kommunen im Landkreis, die die Straßenausbaubeitragssatzung gestrichen hatten. Die Kosten für Straßensanierungen der Gemeinde werden nun nicht mehr von den Anliegern anteilig getragen, sondern von allen Steuerzahlern der Kommune. Rödenbeck: „Auch ohne Dorferneuerung machen wir bei den Straßensanierungen weiter, damit die Menschen spüren, dass sich die Steuererhöhung auch ausgezahlt hat.“