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Ökologen der Lüneburger Uni haben jetzt ein alternatives Nutzungskonzept für den Grünschnitt vorgestellt. symbolbild: A./off
Ökologen der Lüneburger Uni haben jetzt ein alternatives Nutzungskonzept für den Grünschnitt vorgestellt. symbolbild: A./off

Belastetes Heu wird zu Dünger — Ökologen stellen alternatives Nutzungskonzept vor

lz Lüneburg. Die Böden im Elbvorland sind mit Dioxinen belastet, die das Hochwasser angeschwemmt hat. Für Beweidung und Heuproduktion besteht das Risiko einer Schadstoffanreicherung. Ökologen der Lüneburger Uni haben jetzt ein alternatives Nutzungskonzept für den Grünschnitt vorgestellt: Das geerntete Heu wird bei Temperaturen von mehr als 550 Grad Celsius verkohlt, die Dioxine werden anschließend bei über 1000 Grad in einem sogenannten Floxbrenner zerstört. Aus dieser Pflanzenkohle entsteht durch die Anreicherung mit Nährstoffen aus Gärresten und Hühnertrockenkot ein fruchtbarer Dünger.

Bei Versuchen mit Sommergerste im Labor und im Freiland konnten die Forscher einen Zuwachs an Biomasse von bis zu 25 Prozent registrieren. Durch ihre hohe Stabilität bindet die Pflanzenkohle auch langfristig Kohlendioxid in den Böden und trage damit zum Klimaschutz bei. Die Forscher wollen ihr Verfahren nun verbessern.