Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Dreifaches Babyglück im Lüneburger Klinikum

as Lüneburg. „Wenn wir morgens aufwachen, freuen wir uns nur auf eins: Kuscheln mit unseren drei Töchtern“, erzählen Anna und Michael Apel auf der Kinderintensivstation des Lüneburger Klinikums. Dort werden ihre süßen Drillinge versorgt, die am 21. April im Minutentakt in der Frauenklinik zur Welt kamen. Die Drei sind nicht nur das größte Glück für ihre Eltern, sondern auch im Haus etwas Besonderes, denn unter den rund 1500 Geburten pro Jahr im Klinikum gibt es nur eine Drillingsgeburt.

In ein rosafarbenes Tuch eingepackt, hält Anna Apel ihr Töchterchen Emilia Ricarda im Arm, die am 21. April um 9.44 Uhr als Erste das Licht der Welt erblickte. Michael Apel steht derweil am Wärmebettchen, in dem Lucjana Mila und Maxima Monika friedlich schlummern, streichelt die beiden abwechselnd. Als das Ehepaar nach dem ersten Ultraschall erfuhr, dass es Drillinge werden, war die Freude groß. „Drei Wunschkinder, mehr kann man sich nicht wünschen“, sagt die 38-jährige Mutter, die bereits eine 20-jährige Tochter hat.

Die Schwangerschaft verlief problemlos, aber am Ende sei es natürlich körperlich sehr anstrengend gewesen, berichtet die Büchenerin. Für eine Entbindung im Lüneburger Klinikum hatte sie sich entschieden, weil es hier eine Kinderintensivstation gibt. Ihre Hausärztin Ute Wahlscheidt habe sie in Kooperation mit Dr. Annette Luths, Leitende Oberärztin der Frauenklinik, hervorragend betreut. In der 33. Schwangerschaftswoche kamen die Drillinge per Kaiserschnitt mit Spinalanästhesie einer Regionalanästhesie zur Welt. „Mein Mann war bei der Geburt dabei. Gleich nachdem die Drei geholt worden sind, haben wir ihr Schreien gehört“, berichtet Anna Apel über diesen „wunderbaren Moment“.

Emilia Ricarda brachte 1760 Gramm auf die Waage, ihre Schwestern Maxima Monika 1840 Gramm, Lucjana Mila 1600 Gramm. Da Frühchen einer besonderen Versorgung bedürfen, wurden sie nach der Geburt auf die Kinderintensivstation verlegt. „Die Ernährung erfolgt per Sonde, weil sie noch nicht die Kraft haben, selbst zu trinken. Gleichzeitig wird jedoch das Saugen trainiert“, erläutert Oberärztin Dr. Libusa Galuschka, die mit ihrer Kollegin Dr. Iris Bolik zuständig für die medizinische Versorgung der Frühchen ist. Dass die Drillinge auf dem besten Weg sind, sich prächtig zu entwickeln, stehe außer Frage. „Zumal Mädchen widerstandsfähiger sind, das belegen Studien“, räumen die Medizinerinnen ein.

Anna Apel konnte nur wenige Tage nach der Entbindung schon wieder die Klinik verlassen. Doch jeden Morgen fährt sie mit ihrem Mann in die Klinik, um tagsüber bei ihren Babys zu sein. Kuscheln, wickeln und versuchsweise das Fläschchen geben Anna und Michael Apel sind dankbar für jede Sekunde, die sie mit ihren Töchtern zusammen sein können. „Man bekommt hier gut gezeigt, wie man richtig mit Frühchen umgeht“, lobt der Vater, der ein Jahr in Elternzeit zu Hause bleiben wird. Um seine Frau bei der Versorgung der Drillinge zu unterstützen, „und weil es wichtig ist, dass auch er viel von der Entwicklung unserer Kinder mitbekommt“, sagt Anna Apel. Voraussichtlich in drei Wochen lernt das Trio sein Zuhause in Büchen kennen.