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Ihren Ordinationsgottesdienst im Bardowicker Dom erlebte Johanna Reimers als sehr feierlich und wunderschön. Seit Anfang April lebt die junge Pastorin im Flecken. Foto: t&w
Ihren Ordinationsgottesdienst im Bardowicker Dom erlebte Johanna Reimers als sehr feierlich und wunderschön. Seit Anfang April lebt die junge Pastorin im Flecken. Foto: t&w

Begleiterin auf allen Wegen – Neue Pastorin in Bardowick

emi/dth Bardowick. Menschen auf ihren schweren und fröhlichen Wegen zu begleiten, ist Johanna Reimers ein Anliegen. Die 30-Jährige ist seit Kurzem die neue Pastorin in Bardowick und zuständig für alle Ereignisse von Hochzeit bis Beerdigung im Bezirk Bardowick II/Hinter der B4 und Wittorf. Die junge Theologin folgt damit auf Pastorin Christiane Plöhn, die fünf Jahre im Pfarramt II der Kirchengemeinde Bardowick wirkte. Im Januar war Plöhn nach Hannover gewechselt, nahm eine Stelle im Seelsorgezentrum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche an.

Es ist innerhalb kurzer Zeit der zweite Personalwechsel in den drei Bardowicker Pfarrämtern. Zuvor hatte Pastor Derik Mennrich im vergangenen Sommer seinen Hut genommen und eine Stelle als Notfallseelsorger bei der Bundespolizei Hannover angetreten. Seit September kümmert sich der neue Pastor Hans-Martin Kätsch in der Pfarrstelle III um die Bereiche Mechtersen und Vögelsen.

Damit bleibt von den „alten Hasen“ noch Pastor Willi Mann im Pfarramt I für das Bardowicker Altdorf und Bardowick übrig. Auf die Frage, ob er auch noch seinen Wechsel plant, sagt er: „Ich habe vor, bis zu meiner Pensionierung zu bleiben.“

Länger bleiben möchte auch Johanna Reimers. Sie war die vergangenen drei Jahre als Vikarin in der Kirchengemeinde Klecken (Kirchenkreis Hittfeld) tätig. Anfang April zog sie mit ihrem Mann und ihrem eineinhalbjährigen Sohn nach Bardowick. „Wir sind sehr herzlich aufgenommen worden und fühlen uns hier sehr wohl“, sagt die frisch gebackene Pastorin, die aus Kirchboitzen im Landkreis Heidekreis stammt. „Bisher konnten wir bei den Nachbarn jederzeit um Hilfe fragen schön, dass es dörfliche Strukturen gibt.“

In den nächsten Tagen und Wochen möchte sich die 30-Jährige, die in ihrer Freizeit gern Fahrrad fährt, reitet und laufen geht, erst einmal in den Tagesablauf einarbeiten. Sie will sich ein Bild davon machen, „wie die Kirchengemeinde tickt“ und viele Menschen kennenlernen. Seelsorge soll ein Schwerpunkt ihrer Arbeit werden, nach und nach könnte die Arbeit mit Kindern und Familien mehr Gewicht erhalten.

Es ist die Vielfältigkeit, die die junge Pastorin so sehr liebt an ihrem Beruf. „Ich habe mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu tun, bin viel unterwegs, habe zwischendurch aber auch Zeit, an meinem Schreibtisch zu sitzen und zu reflektieren.“

Johanna Reimers freut sich darauf, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre ersten Gottesdienste zu feiern. Wer sie „in Aktion“ erleben will, hat dazu am kommenden Sonntag Gelegenheit. Um 9 Uhr gestaltet die 30-Jährige die Messe im St. Nikolaihof in Bardowick, um 10.30 Uhr in der Kapelle Radbruch.