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Die Kinder-Uni war in Lüneburg stets ein Magnet, deshalb soll sie nun wiederbelebt werden. Foto: A/t&w
Die Kinder-Uni war in Lüneburg stets ein Magnet, deshalb soll sie nun wiederbelebt werden. Foto: A/t&w

Kinder-Uni soll wiederkommen

oc Lüneburg. Einige Häutungen hat die Lüneburger Universitätsgesellschaft hinter sich. Dr. Klaus Bergmann, seit 2013 Vorsitzender, stellte bei der jüngsten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand vor. Der hat einiges vor, unter anderem will er die Kinder-Uni wiederbeleben. Neu formuliert wurde auch die Zielrichtung der Universitätsgesellschaft.

Sie wurde einst gegründet, um Lüneburg überhaupt erst zu einer Universitätsstadt zu machen. Daran erinnerte am Rande der — insgesamt mäßig besuchten — Versammlung Wolfgang Gabbert, der von Beginn an dabei ist. 1987 begann die heutige Universitätsgesellschaft als Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Lüneburg, gegründet vom damaligen Hochschulrektor Prof. Helmut de Rudder, Roy-Robson-Chef Wilhelm Westermann, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Harries, LZ-Chefredakteur Helmut Pleß und Dr. Hans-Georg Schulz-Gerstein, der von 1981 bs 1998 Kanzler der Uni wurde. Seit Beginn litt die Universitätsgesellschaft, wie sie sich mit Uni-Gründung vor 26 Jahre nannte, unter einer eher mäßigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Aktuell zählt sie 145 Mitglieder, die Kurve zeigt seit längerem nach unten. Das soll möglichst schnell umgedreht werden.

Neben Dr. Klaus Bergmann gehören jetzt als neue Mitglieder die Leuphana-Professorinnen Jantje Halberstadt und Ute Stoltenberg, außerdem Museumsdirektorin Dr. Heike Düselder, Unternehmensberater Heiko Franken und als Vertreter des Uni-Präsidiums Prof. Burkhardt Funk dem Vorstand an; wie zuvor Mitglied ist die Psychologin Isabell Poensgen.

Als Brücke zwischen Universität und Region sieht sich die Universitätsgesellschaft seit jeher. Sie versteht sich „als Akteur zur Förderung des Dialogs und der Beziehungen von Universität und Stadt zum gegenseitigen Wohl“ und möchte „dazu beitragen, das Potenzial der Universität für die soziale, kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung von Stadt und Region im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung sichtbar und fruchtbar“ machen, heißt es in einer Erklärung. Die Universitätsgesellschaft werde nur noch Projekte fördern, die eine Dialog- und Brückenfunktion haben, aber keine Reise- oder Druckkostenzuschüsse mehr verteilen. Das kündigte Heiko Franken an.

Zu den neuen Formaten, die Dr. Bergmann skizzierte, zählen neben der Kinder-Uni ein Wissenschaftsbüro in der Stadt, das als eine Art Uni-Botschaft in temporär leerstehenden Häusern untergebracht sein könnte. „Citizen Science“-Projekte sollen praxisorientierte Forschung mit Bürgern möglich machen, reanimiert werden soll auch das Angebot mit Vorträgen, die auch von Studierenden kommen können. Brach lag auch die Vergabe des 1996 gestifteten Ehrensenator-Westermann-Preises, auch diese Baustelle soll zügig behoben werden.