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Hiltrud Lotze gedenkt des Endes des Zweiten Weltkrieges in Wolgograd und in Berlin

lz Lüneburg. Anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Weltkriegsendes reiste Hiltrud Lotze MdB mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Russland. Am Freitag nahm sie an der offiziellen Gedenkstunde im Bundestag teil.

„Als Kulturpolitikerin beschäftige ich mich intensiv mit dem Gedenken und Erinnern an den Zweiten Weltkrieg. Für mich ist vor allem entscheidend, welche Schlussfolgerungen wir aus der Aufarbeitung für heute und für die Zukunft ziehen können. Gestern bin ich auf Einladung des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit ihm nach Wolgograd gereist. Das frühere Stalingrad steht für die Grauen des Zweiten Weltkrieges. Die Gedenkveranstaltung und der Anblick des ehemaligen Kriegsschauplatzes, auf dem noch immer die Gebeine hunderttausender Soldaten liegen, haben mich tief beeindruckt. Diese Eindrücke haben mich auch bei der heutigen Gedenkstunde im Bundestag begleitet. Sie haben mich darin bestätigt, warum ich Politik mache: Demokratie und Frieden sind nicht selbstverständlich. Wir müssen jeden Tag für diese Werte einstehen“.

Der Delegation in Wolgograd gehörten neben dem Bundesaußenminister, dem deutschen Botschafter in Moskau, Rüdiger Freiherr von Fritsch, und der hiesigen Bundestagsabgeordneten unter anderem der Präsident des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Markus Meckel, der CDU-Bundestagsabgeordnete Heinrich Zertik und der Schriftsteller Dr. Sten Nadolny an.

Zuerst besuchte die deutsche Delegation gemeinsam mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow den Soldatenfriedhof Rossoschka. Dort wurden sowohl auf dem sowjetischen als auch auf dem deutschen Teil Kränze niedergelegt. Vor dem Denkmal des Unbekannten Soldaten gedachten die Teilnehmer in einer Schweigeminute den Opfern des Krieges. Nach Grußworten von Bundesaußenminister Steinmeier und seinem russischen Amtskollegen Lawrow spielten am Abend die Osnabrücker und Wolgograder Symphoniker gemeinsam ein öffentliches Friedenskonzert vor etwa 4.000 Bürgerinnen und Bürgern.

„Die Bevölkerung hat unseren Besuch an diesem historischen Ort sehr honoriert. Das wurde bei unseren Begegnungen deutlich. Insbesondere angesichts der Krise in der Ukraine ist es für mich eine große Errungenschaft, dass wir heute diesem schrecklichen Krieg gemeinsam gedenken und an die Opfer erinnern“, sagt Hiltrud Lotze.