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Fahrräder reparieren, das ist das Geschäft der Schülerfirma Onebike, in der auch Lina Sommer und Niklas Karp mitarbeiten. Foto: t&w
Fahrräder reparieren, das ist das Geschäft der Schülerfirma Onebike, in der auch Lina Sommer und Niklas Karp mitarbeiten. Foto: t&w

Schülerfirma an der Christianischule eröffnet Fahrradwerkstatt

mm Lüneburg. Die Checkliste von Niklas Karp ist lang. Sind die Bremsen richtig eingestellt? Funktioniert das Licht? Läuft die Kette rund? Ist die Gangschaltung in Ordnung? Das ist nur eine kleine Auswahl von Fragen, denen der Neuntklässler akribisch nachgehen muss, wenn er ein Fahrrad wartet. Teile, die nicht mehr richtig funktionieren, müssen von ­Niklas repariert werden. Daran verdient seine Firma. Das ist das Schüler-Unternehmen Onebike, das jetzt an der Christianischule an den Markt gegangen ist. Das Geschäft: Wartung, Reparatur und Verleih von Fahrrädern. Einen kleinen Fuhrpark gibt es schon.

Der offizielle Startschuss für die Schülerfirma fiel in der neuen Fahrradwerkstatt, untergebracht in einem Keller der Zweigstelle Christianischule in der Grundschule Kreideberg. Es gäbe 750 Schülerfirmen in Niedersachen, „aber weniger als fünf für die Fahrradbranche“, sagte Frank Corleis, Regionalberater für Nachhaltige Schülerfirmen, bei der Eröffnung.

Dass die Schülerfirma gegründet wurde, geht auf das Wirken von Lehrer Hauke Rabe zurück. Er sagt: „Ich bin begeistert, welche Dynamik die 24 jungen Unternehmer entwickeln, um ihre Geschäfts­idee zu verwirklichen.“

Vom Förderverein des Umweltbildungszentrums Schubz und der Stiftung „Hof Schlüter“ wurden 30 Leihfahrräder zur Verfügung gestellt. Dafür gibt es jetzt den ersten Auftrag: Das Schubz möchte die Räder leihen. Kein Problem, die Schüler haben dafür gesorgt, dass alle Gefährte top in Schuss sind. Schließlich wissen sie schon, was Kunden besonders schätzen: Service.

Die Kunden kommen zunächst aus dem Umfeld der Schule. Sie können ihre Räder zur Reparatur bringen, „wir schauen, wie die Werkstatt anläuft, vielleicht können wir das Angebot auf dem Kreideberg erweitern“, sagt Niklas.

Die Voraussetzungen, um zu expandieren, hat die Schülerfirma bereits. Sie gliedert sich in die Abteilungen Marketing, Organisation, Finanzen und Werkstatt. Es gibt schon eine Preisliste, auf der minutiös aufgelistet ist, wie teuer jedwede Reparatur mit entsprechenden Ersatzteilen wäre.

Vier Stunden pro Woche können die 24 Schüler für das jahrgangsübergreifende Projekt (9. und 10. Klasse) aufbringen. Die Unterrichtseinheiten können im Wahlpflichtkurs „Schülerfirma“ und im Profil Politik-Wirtschaft belegt werden. Durch das Mitwirken bei Onebike sollen die Schüler auf den Berufseinstieg vorbereitet werden: „Nicht nur simulieren, sondern real handeln und reflektieren, das hat einen großen Wert“, sagt Lehrer Hauke Rabe.

One comment

  1. Thomas Westerhoff

    Schülerfirmen finde ich prima.
    Ich würde mein Fahrrad dort zur Inspektion bringen, wenn Öffnungszeiten im Artikel genannt wären.