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Kompeltt gesperrt wird der Inselsee am Himmelfahrtstag zwar nicht, aber eine Sicherheitsfirma kontrolliert den Zugang zu dem Gewässer, um Alkoholexzesse durch Jugendliche zu verhindern. Foto: t&w
Kompeltt gesperrt wird der Inselsee am Himmelfahrtstag zwar nicht, aber eine Sicherheitsfirma kontrolliert den Zugang zu dem Gewässer, um Alkoholexzesse durch Jugendliche zu verhindern. Foto: t&w

Feiern, aber nur unter Auflagen

off Scharnebeck/Barum. Alkohol, laute Musik und ausufernde Feiern im Freien für viele Vatertagsausflügler der perfekte Himmelfahrtstag. Doch was lustig beginnt, endet immer wieder mit ausufernden Exzessen, nicht selten mit Schlägereien oder Alkoholvergiftungen im Krankenhaus. In verschiedenen Teilen des Landkreises bereiten sich die Verantwortlichen von Kommunen und Polizei deshalb schon jetzt auf den bevorstehenden Donnerstag, 14. Mai, vor.

Ein Brennpunkt der vergangenen Jahre: der Scharnebecker Inselsee. In großen Gruppen pilgern die Jugendlichen seit Jahren in die Gemeinde, die auch in diesem Jahr wieder mit einem eingeschränkten Zutrittsrecht für das Inselseegelände auf die Situation reagiert.Trauriger Höhepunkt der ausufernden Feiern war der tödliche Badeunfall eines 20-Jährigen 2009.

Nach dem tragischen Unfall einigten sich Gemeinde, Samtgemeinde und Polizei zunächst darauf, den Inselsee am Himmelfahrtstag ganz zu sperren mit der Konsequenz, dass sich die Feiern an andere Plätze wie den Aldi-Parkplatz verlagerten. Im vergangenen Jahr öffnete man den Inselsee dann zum ersten Mal unter Auflagen, daraufhin spielte sich die Party vor allem an der Straße zum Inselsee ab. Eine Verlagerung der Feier in den Ort konnte verhindert werden, ein Ausufern der Party nicht. Gegen Abend musste die Polizei mehrfach ausrücken, es kam zu mehreren Körperverletzungen und Krankenwageneinsätzen.

Für Gemeinde, Samtgemeinde und Polizei hat sich der eingeschränkte Zutritt zum Inselsee dennoch bewährt weshalb die Verantwortlichen an die Praxis aus dem Vorjahr anknüpfen. Konkret gelten am Donnerstag für das Gelände damit folgende Regeln: Zutritt nur gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro pro Person/Familie. Glasflaschen und Lautsprecherwagen sind verboten. Geöffnet sein wird nur ein Zugang zum Inselsee von der Straße aus, ein privater Sicherheitsdienst wird wie schon in den vergangenen beiden Jahren mit die Kontrollen auf dem Gelände übernehmen, für den Bedarfsfall halten sich Polizeikräfte bereit. Auf dem Gelände werden ebenfalls wieder freiwillige Helfer aus den Reihen des Förderkreises Inselsee, der DLRG, des Angelvereins und der Gemeinde Scharnebeck präsent sein.

Weitere Einschränkungen erwarten Vatertagsausflügler am Barumer See, auch dort hat die Samtgemeinde Bardowick wie schon in den vergangenen Jahren eine Allgemeinverfügung erlassen und die Nutzung der öffentlichen sowie privaten Flächen von Mittwoch, 13. Mai, 18 Uhr bis Freitag, 15. Mai, 6 Uhr eingeschränkt. Verboten ist in dieser Zeit: das Befahren der Flächen sowie das Versammeln auf den Flächen und das Betreiben von Radiogeräten und die Lärmererzeugung, „die geeignet ist, die Tierwelt zu beunruhigen“. Rund um den See gilt außerdem ein Alkoholverbot.

Ebenfalls schon seit Jahren eingeschränkt wird am Himmelfahrtstag der Paddelbetrieb auf den Flüssen Este, Seeve und Luhe im Nachbarkreis Harburg. Dort ist das Paddeln in großen Teilen am Donnerstag komplett verboten.