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Überall an der Elbe ziehen derzeit Storchenpaare ihren Nachwuchs groß, so wie hier in Artlenburg (Bild). Besonders eindrucksvoll ist die Storchentour rund um Neuhaus: Unterwegs warten zahlreiche Nester, Lehrpfade, Obstalleen und mehr. Foto: nh/twesten
Überall an der Elbe ziehen derzeit Storchenpaare ihren Nachwuchs groß, so wie hier in Artlenburg (Bild). Besonders eindrucksvoll ist die Storchentour rund um Neuhaus: Unterwegs warten zahlreiche Nester, Lehrpfade, Obstalleen und mehr. Foto: nh/twesten

Auf der Spur der Störche

pet Artlenburg/Neuhaus. Ob Artlenburg, Erbstorf, Bleckede oder Amt Neuhaus — in vielen Orten im Landkreis Lüneburg sind auch in diesem Jahr wieder Störche eingezogen, viele ziehen ihre Brut auf. Gleich fünffachen Nachwuchs gab es in Artlenburg, wo Adebar in der Großen Straße seit vielen Jahren regelmäßig zu Gast ist. Besonders dicht ist das Storchenvorkommen rechts der Elbe, in Amt Neuhaus, wo sogar eine „Storchentour“ an den Nestern der Großvögel vorbeiführt — ein Tipp für eine Ausflugstour am langen Himmelfahrtswochenende, mit dem Fahrrad oder motorisiert. Störche, ob im Nest, im Flug oder bei der Nahrungssuche in den feuchten Wiesen sind hier garantiert.

Ein Einstieg in die Storchentour ist an vielen Stellen in der Gemeinde möglich, etwa in Neuhaus selbst, wo das „Haus des Gastes“ (geöffnet täglich außer montags, 11 bis 16 Uhr) reichhaltiges Informationsmaterial für Besucher bereithält. Die Ausstellung im Archezentrum zeigt außerdem viel Spannendes und Wissenwertes zur Arche-Region Flusslandschaft Elbe — auch zum Thema Storch.

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Von Neuhaus führt die Storchentour in alle Himmelsrichtungen, zum Beispiel in Richtung Osten über Rosien und Sückau nach Preten. Dort informiert die Stiftung „Stork Foundation“ in der Storkenkate“, einem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Fahrwerkhaus, über den Weißstorch und über Naturschutzprojekte in der Sudeniederung (geöffnet täglich 10 bis 16 Uhr).

Weiter geht es von Preten über Dellien zurück nach Neuhaus, von dort in westlicher Richtung über Gülze und Sumte nach Viehle und Gülstorf. Radfahrer können von dort direkt nach Konau und Popelau fahren. Dort informieren die Ausstellung „Deutsch-Deutsche Geschichte“ und der grenzhistorische Rundweg Konau — Popelau. Motorisierte Ausflügler müssen dafür einen Umweg nehmen. Von Popelau geht es über Darchau und Haar zurück nach Neuhaus.

Mehrere Dutzend Storchennester befinden sich entlang der Strecke, auch in den Wiesen sind Storch, aber auch Reiher, Kranich, Kiebitz und viele Vögel mehr bei der Nahrungssuche zu beobachten. An mehreren Standorten gibt es Beobachtungsstände, so in Preten oder Dellien. Fast 50 Storchen-Brutpaare wurden im vergangenen Jahr in Amt Neuhaus gezählt — auf ein ähnlich gutes Ergebnis hoffen Naturschützer auch in diesem Jahr.

Näheres und auch die Tourenkarte gibt es im Internet unter der Adresse www.amt-neuhaus.de