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Wandrahmbrücke: Demnächst gilt Tonnen-Beschränkung für Lkw

sp Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg muss die Wandrahmbrücke – Teil des Stadtrings und Hauptverkehrsachse der Stadt – nächstes Jahr erneuern. Bis es soweit ist, müssen einige Vorkehrungen getroffen werden. Spätestens am Dienstag, 19. Mai 2015, stellt die Hansestadt Lüneburg deshalb Schilder auf, die eine Gewichtsbeschränkung für Lkw vorgeben. Wollen zwei Lkw, die jeweils mehr als 30 Tonnen wiegen, die Brücke passieren, muss künftig einer warten und darf erst mit 50 Metern Abstand weiterfahren. Es dürfen also nicht zwei 30-Tonner gleichzeitig die Brücke befahren.  Das gleiche gilt, wenn sich dort zwei Lkw entgegenkommen, die mehr als 30 Tonnen wiegen. Fachbereichsleiterin Uta Hesebeck erklärt: „Das ist eine rein vorsorgliche Beschränkung, um die Brückensubstanz zu schonen.“

Über die Wandrahmbrücke führt eine der Hauptverkehrsachsen Lüneburgs, die Willy-Brandt-Straße. Dabei muss die Brücke  täglich großen Belastungen standhalten. Das wussten auch schon die Erbauer im Jahre 1955, die 1632 Stahldrähte für die damals neuartige Spannbetonbrücke verarbeiteten. Das schützt die Brücke allerdings nicht vor dem Zahn der Zeit. Korrosion und Risse setzten ihr zu und machen einen Neubau erforderlich.

Regelmäßig lässt die Hansestadt an allen Brücken Prüfungen vornehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten. 2009 haben die Fachleute festgestellt, dass die Wandrahmbrücke irreparabel ist und die Hansestadt Lüneburg langfristig eine neue Brücke bauen muss. Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, kann beruhigen: „Der Zustand der Brücke ist nicht dramatisch. Wir werden im nächsten Jahr zwar neu bauen, aber bis dahin ist sie standsicher und kann bedenkenlos von Autos, Zweirädern und Fußgängern genutzt werden. Für Lkw haben wir bis zum Neubau vorsorglich eine Beschränkung eingeführt“. Die Brücke steht unter ständiger Kontrolle. 19 Messpunkte auf jeder Seite geben laufend Auskunft über den Zustand des Bauwerks.

Derzeit laufen die Planungen für die neue Brücke auf Hochtouren. Ein externes Büro ist beauftragt die Spannbetonbrücke vorzubereiten. Anfang nächsten Jahres soll der Startschuss für das neue Bauwerk fallen.

One comment

  1. Hmm, ob jeder Lkw-Fahrer sich die Mühe macht, vor dem Befahren der Brücke (die im fließenden Verkehr m.E. auch nicht unmittelbar als solche zu erkennen ist) auf Gegenverkehr zu achten?

    Und: Ob die neue Brücke dann auch wieder ~60 Jahre hält? Oder spätestens kurz nach der Gewährleistungsfrist ominöse Schäden auftreten, die vom (natürlich inzwischen pleite gegangenen) Bauunternehmen nicht mehr behoben und stattdessen auf die Steuerzahler abgewälzt werden?