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Teilnehmer beim Rainbowflash lassen Luftballons über dem Lüneburger Marktplatz schweben. Foto: lisa bareiss/nh
Teilnehmer beim Rainbowflash lassen Luftballons über dem Lüneburger Marktplatz schweben. Foto: lisa bareiss/nh

Rainbowflash am Marktplatz: Bunt gegen Diskriminierung +++ mit LZplay-Video

mm Lüneburg. Die Bedingungen waren nicht optimal. Immer wieder fielen Nieseltropfen vom Himmel. Doch Lüneburgs Schwule und Lesben ließen sich davon nicht abschrecken. Sie kamen gestern auf den Marktplatz, um ein Zeichen für Toleranz zu setzen. Das Zeichen war sichtbar. 500 Luftballons stiegen in die Höhe. Lüneburg war dadurch Teil eines groß angelegten Rainbowflashs, auch in anderen deutschen Städten flogen Ballons gen Himmel. Anlass war der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie.

„Wir wollen aufmerksam machen, sodass Alltagsdiskriminierung aufhört, Einschränkungen in politischer Hinsicht und durch Gesetze abgebaut werden“, sagte Pascal Mennen von SchLAu Lüneburg, einem lokalen Aufklärungsbündnis zu den Themen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt.

Viele Unterstützer hatte der Lüneburger Rainbowflash. SPD, Grüne und Linksjugend waren vertreten, die Liste von Pascal Mennen mit Organisationen, die sich an der Aktion beteiligten, war lang. Und es kamen reichlich Teilnehmer. Wie Imke Krebs: „Ich bin heute hier, weil ich finde, dass es ein Grundsatz sein sollte, dass wir andere Menschen so akzeptieren, wie sie sind. Dass wir alle Menschen so leben und lieben lassen, wie sie möchten“, sagte die 22 Jahre alte Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Die Lüneburger Schüler Tommy Grimm und Jan Eggers, beide 16 Jahre alt, wünschten sich: „Dass man sich öffentlich präsentieren kann, dass man sagen kann, ich bin schwul, ich bin lesbisch, ich bin bi, ich bin trans, ich bin alles.“ Tommy Grimm ergänzt: „Es ist wichtig zu sehen, dass man nicht alleine ist. Und, dass die Diskriminierung aufhört.“