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Noch heute sollen die Züge wieder rollen: Im Tarifstreik  zwischen Bahn und GDL ist eine Schlichtungin Sicht, der Streik soll noch heute beendet werden. Foto: be
Noch heute sollen die Züge wieder rollen: Im Tarifstreik zwischen Bahn und GDL ist eine Schlichtungin Sicht, der Streik soll noch heute beendet werden. Foto: be

Aufatmen für Bahnreisende: Schlichtung im Streik

+++ update 12 Uhr: Die Deutsche Bahn arbeitet daran, zum Normalfahrplan zurückzukehren und den Fahrgästen wieder bis Pfingsten das volle Bahnangebot anbieten zu können. Im Nahverkehr ist bereits im Lauf des Freitags bundesweit mit einem vollständigen Zugangebot zu rechnen. Lediglich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kann es noch zu Einschränkungen kommen. Im Fernverkehr dauert es aufgrund der komplexen Einsatzplanung für Personal und Züge deutlich länger. Die während des Streiks abgestellten Züge müssen zu ihren Einsatzstellen zurückgeführt werden. Am Freitag wird das Fernverkehrsangebot bundesweit um rund 50 Züge verstärkt. Am Pfingstsamstag soll den Reisenden im Fernverkehr dann wieder das volle Angebot zur Verfügung stehen. Die kostenlose Service-Hotline 08000 996633 der DB ist bis auf weiteres geschaltet.

lz Lüneburg. Im aktuellen Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL ist eine Schlichtung in Sicht, noch heute soll der Streik beendet werden. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) sowie SPD-Politiker Matthias Platzeck sollen nun über die Umstände richten.

„Wir sind sehr erleichtert, schlichten statt streiken ist das Gebot der Stunde“, heißt es vom Personalvorstand der DB, Ulrich Weber, heute morgen. „Nun haben wir hoffentlich die Chance, Ruhe in unsere Betriebe zu bekommen.“ Das genaue Ende ist dennoch vorerst ungewiss. Während die notwendigen Maßnahmen für die Wiederaufnahme der Arbeit laut Bahn bereits am frühen Morgen angelaufen seien, spricht die GDL von einem Streikende am Abend, 19 Uhr.

Die Schlichtungsphase ist vom 27. Mai bis 17. Juni ausgerufen — in dieser Zeit gilt Friedenspflicht. Die GDL hat den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow als Schlichter benannt, die Bahn den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck.

Am Dienstag hatte die GDL den Streik im Güterverkehr begonnen, seit gestern lief er auch im Personenverkehr. Weil das Streikende offen gehalten wurde, war mit massiven Behinderungen am reisestarken Pfingstwochenende zu rechnen.

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