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Symbolbild: polizei
Symbolbild: polizei

Ausschreitungen bei „Kultureller Widerstandspartie“ in Gorleben

lz Lüchow-Dannenberg/Gorleben. Am Freitag ist es Polizeiinformationen zufolge zu teils gewaltätigen Ausschreitungen und massiver Sachbeschädigung auf der „Kulturellen Widerstandspartie“ in Gorleben gekommen. Ein Polizist wurde im Gesicht verletzt, er musste in ärztliche Behandlung. Strafverfahren u.a. wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung sind eingeleitet.

Zur „Kulturellen Widerstandspartie“ an den Atomanlagern in Gorleben hatten die Bürgerinitiative Umweltschutz (BIU) und die Organisatoren der Kulturellen Landpartie (KLP) geladen. Gut 2300 Teilnehmer auch aus überregionalen Bereichen nahmen an die verschiedenen Aktivitäten und Musikveranstaltungen teil. Bis in den späten Abend sei es hier laut Polizei friedlich verlaufen, von einem „Happening-Charakter“ ist die Rede.

Wie die Polizei mitteilt, nutzen einige Teilnehmer den „Menschenauflauf“ später jedoch, um zum Teil massive
Straftaten zu begehen. Gegen 17:00 Uhr rissen die Personen aus einer Gruppe von gut 200 bis 300 Menschen auf einer Länge von gut 150 Metern einen Maschendrahtzaun zum befriedeten Gelände des Bergwerks nieder. Als Polizeibeamte einschritten, wurden diese aus der Menschenmenge massiv mit Farbbeuteln beworfen. Ein Beamter wurde dabei direkt im Gesicht getroffen und musste sich in ärztliche Behandlung begeben.

Parallel beschädigten Teilnehmer auch Einsatzfahrzeuge der Polizei durch Messerstiche. Im Außenbereich des Bergwerks wurden darüber hinaus weitere Zäune, Schilder, Schutzhütten und technische Einrichtungen beschädigt und beschmiert. Dabei hielten sich bis in die Nacht zum Teil 200 bis 300 Menschen im befriedeten Parkplatzbereich des Bergwerks auf. Immer wieder sei es dabei auch zu Vermummungen gekommen, heißt es. Aufgrund der polizeilichen Präsenz und den Sicherungsmaßnahmen sei es jedoch trotz verschiedener Versuche keiner Person gelungen, auf das eigentliche Betriebsgelände zu gelangen.

Mit Einbrechen der Dunkelheit griffen Randalierer Polizeibeamte massiv mit Pyrotechnik an. Verletzt wurde niemand. Parallel wurde an verschiedenen Stellen im angrenzenden Wald Feuer gelegt. Diese sowie ein Brand im Eingangsbereich wurde durch die Polizei gelöscht.

Die Polizei leitete verschiedene Strafverfahren u.a. wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und
Sachbeschädigung ein. Parallel wurden diese Straftaten beweiskräftig durch Filmaufnahmen dokumentiert.

Die weiteren Einsatzmaßnahmen der Polizei dauern an.