Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die neue Brücke über die Ilmenau im Schatten des Wohnparks am Wasserturm ist jetzt offiziell freigegeben. Fußgänger und Radfahrer gelangen nun wieder schnell vom Clamartpark zum Museum. Ein Video zum Thema gibt es auf www.lzplay.de im Internet. Foto: be
Die neue Brücke über die Ilmenau im Schatten des Wohnparks am Wasserturm ist jetzt offiziell freigegeben. Fußgänger und Radfahrer gelangen nun wieder schnell vom Clamartpark zum Museum. Ein Video zum Thema gibt es auf www.lzplay.de im Internet. Foto: be

Neues Drehkreuz für Radfahrer und Fußgänger

ahe Lüneburg. Aus ein paar Monaten sind mehr als zweieinhalb Jahre geworden. Statt im Frühjahr 2013 ist die neue Brücke, die Clamartpark und Wandrahmpark verbinden, erst im Frühjahr 2015 fertig geworden. Nun ist die Zeit der Umwege vorbei, können Fußgänger und Radfahrer die 230000 Euro teure Querung nutzen. Sie ersetzt die alte Brücke, die wegen Baufälligkeit im Herbst 2012 abgerissen worden war.

Auch das Lösegrabenwehr können Spaziergänger und Radfahrer jetzt über eine Brücke queren.  Foto: be
Auch das Lösegrabenwehr können Spaziergänger und Radfahrer jetzt über eine Brücke queren. Foto: be

Die Brücke an der ehemaligen Nordlandhalle, deren Kosten je zur Hälfte die Stadt und Eberhard Manzke als Investor des dortigen neuen Wohnparks am Wasserturm tragen, schließt nicht bloß die Lücke zwischen Wandrahmstraße und Friedenstraße, gerade Radfahrer eröffnet sich mit einer weiteren neuen Querung über das Lösegrabenwehr auch eine neue durchgängige Verbindung, die idyllisch durch Parks und am Wasser vorbei zum neuen Wohngebiet Ilmenaugarten An der Wittenberger Bahn und von dort weiter zum Bahnhof oder nach Wilschenbruch führt. Wehrquerung samt -ertüchtigung kosteten weitere 180000 Euro, wobei 75 Prozent aus Fördermitteln der EU flossen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge durchschnitt gestern Mittag das Band zur symbolischen Freigabe der Fußgängerbrücke über die Ilmenau und erinnerte: „Seit Jahrzehnten gab es hier immer eine Brücke. Dieser hier ist eine lange Diskussion über die Gestaltung vorausgegangen.“ Die Kons­truktion aus Lerche, Fichte und verdecktem Stahl gefalle sicher nicht jedem, hat auch Mädge die Kritik unter anderem aus Reihen des Arbeitskreises Lüneburger Altstadt vernommen, doch das Geländer zum Beispiel müsse aus Sicherheitsgründen so hoch sein. Er sieht die Verbindung als „Drehkreuz für Radfahrer und Fußgänger“, verweist auf die zum Teil neugestalteten Parkelemente und die „gelungene Architektur des Wohnparks“, dafür gebühre dem Investor auch „ein Lob für das unternehmerische Risiko, eine solche alte Halle zu übernehmen“. Einen Wermutstropfen sieht Mädge dennoch: Direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Friedenstraße, soll ebenfalls demnächst ein Neubau entstehen: „Da ist es uns leider nicht gelungen, die alte Villa zu erhalten, denn sie steht nicht unter Denkmalschutz.“

Uta Hesebeck, Leiterin des Fachbereichs Straßen- und Ingenieurbau bei der Stadt, erinnerte daran, dass die neue Verbindung im neuen Jahr zeitweise wieder unterbrochen wird. Dann steht die Sanierung der Wandrahmbrücke an. Der Weg für Radler darunter hindurch wird in der Zeit gesperrt.

One comment

  1. Werner Schneyder

    Die Überquerung des Lösgrabenwehrs ist toll gelungen. Gute Idee!!
    Die Brücke am Wasserturm hingegen ist ein menschenfeindliches Monstrum. Man kann nur als baumlanger Mensch darübergucken und die Aussicht genießen. Kinder und Rollstuhlfahrer bleiben außen vor. Wer denkt sich nur so etwas aus und wer genehmingt so etwas?