Aktuell
Home | Lokales | Leuphana leitet Forschungsverbund für die Gewässerforschung
Symbolbild: A./t&w
Symbolbild: A./t&w

Leuphana leitet Forschungsverbund für die Gewässerforschung

uni Lüneburg. Die Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustandes von Grund- und Oberflächengewässern haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Unklar ist jedoch, inwieweit solche Eingriffe zur erneuten Mobilisierung oder Veränderung von Schadstoffen führen können. Ein Forschungsverbund unter der Leitung des Instituts für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie (INUC) der Leuphana Universität Lüneburg will jetzt untersuchen, welche Gefahren für die Umwelt und das Trinkwasser insbesondere von Pestiziden und Bioziden ausgehen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für das auf drei Jahre angelegte Vorhaben insgesamt Mittel in Höhe von rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Wissenschaftler beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wie sich Pestizide aus der Intensivlandwirtschaft bei der Bewirtschaftung von Gewässern verhalten. Dabei interessiert sie insbesondere, wie diese Stoffe durch Eingriffe mobilisiert oder verändert werden und wie der Schadstoffeintrag grundsätzlich vermindert werden kann. Außerdem wollen die Forscher herausfinden, wie effektiv und nachhaltig ausgewählte Bewirtschaftungsmaßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands von Grund- und Oberflächengewässern tatsächlich sind. Die Ergebnisse sollen unmittelbar für das regionale Wassermanagement nutzbar gemacht werden.

Zum Projektteam gehören Experten unterschiedlicher Fachrichtungen. Insgesamt werden drei weitere Forschungseinrichtungen und fünf Partner aus der Praxis mit den Lüneburger Forschern zusammenarbeiten. Auf wissenschaftlicher Seite sind die Institute für Hydrologie und für Bodenökologie der Universität Freiburg sowie das Institut für Natur- und Ressourcenschutz der Christian Albrecht Universität Kiel beteiligt. Zu den Praxispartnern gehören das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (Flintbek, Schleswig-Holstein), die Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung (GFN mbH, Molfsee), das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg im Breisgau, die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl und das Unternehmen WWL Umweltplanung und Geoinformatik GbR.

Weitere Informationen finden Sie auf www.mutrewa.de