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In einer nicht enden wollenden Schlange fahren die Teilnehmer der 27. Tour de Marsch auf der rund 40 Kilometer langen Strecke an Wiesen und Feldern vorbei. Foto: t&w
In einer nicht enden wollenden Schlange fahren die Teilnehmer der 27. Tour de Marsch auf der rund 40 Kilometer langen Strecke an Wiesen und Feldern vorbei. Foto: t&w

Radelspaß im Doppelpack – Rund 600 Erwachsene und 150 Kinder nehmen an der 27. Tour de Marsch teil + + + Mit Fotogalerie

emi Scharnebeck. Der Startschuss zur 27. Tour de Marsch fällt aus. Ursprünglich sollen sich die Teilnehmer pünktlich um 11 Uhr vom Scharnebecker Schützenplatz aus auf die rund 40 Kilometer lange Strecke begeben, doch selbst um 11.20 Uhr reißt die Schlange vor der Stempelstelle am Startpunkt nicht ab. Die ersten Ungeduldigen machen sich auf eigene Faust auf den Weg. „Mit so einem Ansturm hat niemand gerechnet“, sagt Claudia Sandow vom Verkehrsverein Samtgemeinde Scharnebeck, der Norddeutschlands größtes Volksradfahren an blühenden Wiesen und Feldern entlang der Elbe organisiert hat.

Schon vor der Abfahrt ist die Stimmung ausgelassen. In kleinen Grüppchen stehen junge und ältere Teilnehmer zusammen, streifen sich grüne T-Shirts über und verstauen Proviant in ihren Taschen. Zwischen unzähligen Fahrradreifen wuseln Hunde herum.

Die sechsjährigen Zwillinge Anna und Greta aus Scharnebeck nehmen jeweils ganz besondere Gäste auf ihren Kinderrädern mit: Auf ihren Gepäckträgern thronen ihre Lieblingsplüschtiere, Schaf „Mäh“ und Esel „Lali“. Die dürfen bei der Tour auf keinen Fall fehlen, sind sich die Mädchen einig. Ihr achtjähriger Bruder Kai und dessen Freunde Malte und Jannis, ebenfalls Zwillinge, haben da ganz andere Interessen. Sie freuen sich am meisten „auf die Preise und auf Eis“.

Wegen der schönen und „super organisierten“ Strecke sind Joachim und Marion Meyer schon zum etwa 15. Mal mit ihrem Tandem aus Vögelsen gekommen. Der Rundweg führt diesmal von Scharnebeck über Echem und Barförde bis nach Hohnstorf und von da aus über die Deichpromenade und den Elbe-Seitenkanal zurück zum Schützenplatz.

„Es ist toll, dass bis zum Schluss niemand weiß, wos langgeht“, sagt Joachim Meyer, und fährt das Zweirad in Startposition. Seine Frau nimmt auf dem hinteren Sattel Platz. Sie hat eine entspannte Fahrt vor sich. „Leider merkt mein Mann immer sofort, wenn ich nicht trete“, sagt die 54-Jährige. „Trotzdem muss ich mich nicht so sehr anstrengen, er ist wie mein lebendiger Elektromotor.“

Nur zweimal konnten Elfriede und Rolf Jäger nicht an der Veranstaltung teilnehmen, ansonsten waren die 74- und der 83-Jährige immer dabei. Die Scharnebecker genießen es, Bekannte zu treffen und in Gesellschaft in die Pedale zu treten.

Die Tour de Marsch ist ein Ereignis, das Jahr für Jahr Jung und Alt zusammenbringt und Hunderte Menschen aus ganz Norddeutschland in die Samtgemeinde Scharnebeck lockt. Diesmal können sich die Veranstalter sogar besonders freuen: Rund 600 Erwachsene und 150 Kinder haben sich mit ihren Drahteseln auf den Rundkurs begeben. „Das toppt alles“, sagt Claudia Sandow, „das ist Rekord“. Aber richtig entspannen kann sich die Organisatorin erst, wenn alle wieder heil zu Hause angekommen sind.

Fotos: t&w