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Das Sparkassen-Gebäude am Platz Am Sande ist ein Filetstück. Ein Käufer schien gefunden, doch bei den Verhandlungen kamen die beiden Parteien letztlich doch nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Foto: A/be
Das Sparkassen-Gebäude am Platz Am Sande ist ein Filetstück. Ein Käufer schien gefunden, doch bei den Verhandlungen kamen die beiden Parteien letztlich doch nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Foto: A/be

Manzke springt ab – Sparkasse sucht weiter Käufer für Immobilie am Sand

as Lüneburg. Mieten statt Eigentum, weil das Kosten senkt und flexibler macht: Gemäß dieser Immobilien-Strategie hatte sich die Sparkasse im vergangenen Jahr entschlossen, ihr Gebäude am Platz Am Sande zu verkaufen. Ende des Jahres schien ein Käufer gefunden zu sein. Doch der ist inzwischen von seiner Kaufabsicht zurück getreten. Der Grund: „Der Mietpreis, den wir hätten zahlen sollen, passte nicht mehr zu den Bedingungen, die Gegenstand der ursprünglichen Verkaufsgespräche waren“, sagt Markus Keuter, Bereichsleiter Organisation bei der Sparkasse. Nun wird ein neuer Käufer gesucht.

Wie berichtet, entschied sich die Sparkasse 2009 zu der neuen Immobilien-Strategie: Anmietung statt Eigentum. So sollen einerseits die Kosten gesenkt, anderseits soll die Eigenkapitalsituation — wie von der Bankenaufsicht nach der Finanzkrise 2008 für Kreditinstitute beschlossen — verbessert und erhöht werden. Ende 2013 hatte die Lüneburger Sparkasse für ihre sich im Eigentum befindlichen Immobilien von einem externen Gutachter eine Bewertung erstellen lassen, um marktrealistische Preise zu haben. Mitte des vergangenen Jahres sprach der Sparkassenvorstand dann mit dem Verwaltungsrat als Kontrollgremium ab, welche Immobilien verkauft werden sollen. Darunter auch das Gebäude am Sande, für das es seit Jahren zahlreiche Interessenten gab. 14 Interessenten wurden angesprochen, ob sie dieses oder ein anderes Gebäude erwerben wollten. Sieben meldeten ein Kaufinteresse für das Filetstück am Sande an, sechs gaben ein Kaufangebot ab. Vorgabe im Rahmen eines von der Sparkasse aufgestellten Kriterienkatalogs war unter anderem: Das höchste Angebot zieht. Das lag laut Sparkasse im vergangenen November seitens Felix Manzke vor.

„Im Rahmen der Verkaufsgespräche war auch klar, was wir als Miete zahlen wollten“, sagt Markus Keuter. Der Mietpreis sei dann aber im Laufe der Verhandlungen höher gewesen als der, den die Sparkasse angekündigt hatte im Rahmen der von ihr vorgegebenen Kriterien. „Dadurch wurden die Wettbewerbsbedingungen nachträglich verändert“, was mit Blick auf die anderen fünf Bieter nicht gehe. Weil man sich nicht einigen konnte, sei Felix Manzke von seiner Kaufabsicht zurückgetreten. Felix Manzke dazu: „Aus unserer Sicht sind seit der Angebotsstellung und dem jetzigen Zeitpunkt gravierende Mieterabgänge zu verzeichnen, die dazu geführt haben, dass wir mit der Sparkasse über eine Mieterhöhung verhandelt haben und uns nicht einig geworden sind.“

Die Sparkasse will nun Gespräche mit den anderen Interessenten, die ebenfalls Angebote gemacht haben, aufnehmen.