Aktuell
Home | Lokales | Lagerschaden legt „Kaiser Wilhelm“ lahm
Weitgehend saniert und mit Volldampf wollte die Crew des historischen Raddampfers Kaiser Wilhelm in die Saison starten. Doch schon kurz nach dem Auftakt hat ein Lagerschaden das Schiff lahm gelegt. Und die Reparatur dauert. Foto: tja
Weitgehend saniert und mit Volldampf wollte die Crew des historischen Raddampfers Kaiser Wilhelm in die Saison starten. Doch schon kurz nach dem Auftakt hat ein Lagerschaden das Schiff lahm gelegt. Und die Reparatur dauert. Foto: tja

Lagerschaden legt „Kaiser Wilhelm“ lahm

tja Lauenburg. Der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ ist nach technischen Problemen noch immer nicht wieder startklar. Deshalb fallen die für Sonnabend und Sonntag (6. und 7. Juni) geplanten Fahrten ab Lauenburg sowie der maritime Abend mit den „Kielschweinen“ an Bord aus. „Wir hoffen und gehen zu 80 Prozent davon aus, dass wir am 20. Juni endlich wieder fahren können“, sagte Markus Reich, Kapitän und Vorsitzender des „Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums“. Dann geht es um 11 Uhr zunächst nach Bleckede, um 17 Uhr startet ein „Riverboat Shuffle“ mit Livemusik, das die Firma Dan Tobacco organisiert hat.

Ein Lagerschaden an der Antriebswelle der Dampfmaschine sorgt schon seit mehr als einem Monat für eine Zwangspause auf der Hitzler-Werft. Die Touren zu Pfingsten mussten bereits abgesagt werden. Bei Routinearbeiten war festgestellt worden, dass die aus Gusseisen bestehenden Lagerschalen der Antriebswelle Risse aufweisen. Reich: „Teilweise so stark, dass die Gefahr eines Bruches bestehen könnte. Und damit hätten wir während einer Fahrt große Probleme.“

Experten mussten ran, um die Bauteile nachzubauen. „Es war aber gar nicht so leicht, die Firmen und das Material dafür zu finden“, sagte Vereinsvorsitzender Reich. Er geht davon aus, dass in der kommenden Woche die in Dresden und Hamburg gefertigten drei neuen Lagerschalen eingebaut werden können. „Neue Probleme sind nicht aufgetreten, wir mussten einfach so lange auf die Fertigstellung der Ersatzteile warten“, erklärte der Kapitän des Raddampfers.

Ursprünglich sollte die Dampfmaschine für 100000 Euro überholt werden, jetzt kommen noch einmal etwa 15000 Euro für den Lagerschaden hinzu.

Das vor 115 Jahren vom Stapel gelaufene schwimmende Denkmal soll nach und nach für die Zukunft fit gemacht werden. Reich: „Wenn der Lagerschaden behoben ist, steht den anderen Vorhaben in diesem Jahr nach bisherigem Stand nichts mehr im Weg.“ Höhepunkt des Jahres soll die Tour nach Dresden werden, die am 25. August starten soll.