Aktuell
Home | Lokales | Verjüngungskur für Busse
Busse mit Hybrid-Technik setzt die KVG in Lüneburg bereits ein. Foto: be
Busse mit Hybrid-Technik setzt die KVG in Lüneburg bereits ein. Foto: be

Verjüngungskur für Busse

as Lüneburg. Das Land fördert nach neun Jahren wieder die Beschaffung von Bussen im öffentlichen Personennahverkehr. Damit soll die ÖPNV-Busflotte nicht nur erheblich verjüngt werden, „sondern die modernen Fahrzeuge sollen auch dazu beitragen, dass noch mehr Fahrgäste auf den ÖPNV umsteigen“, sagt der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies. Diese Ankündigung kommt bei dem KVG-Konzern Stade, der unter anderem für den Busverkehr in der Stadt Lüneburg und in Teilen des Landkreises Lüneburg zuständig ist, gut an. Prokurist Michael Fastert: „Wir bedanken uns für die Möglichkeit und werden das in Anspruch nehmen.“

Gefördert werden laut niedersächsischem Wirtschaftsministerium gebrauchte Fahrzeuge bis zu einem maximalen Alter von fünf Jahren und auch nur, wenn sie weitaus ältere Fahrzeuge aus dem Bestand ersetzen. Damit ist gewährleistet, dass die Förderung auch von gebrauchten Fahrzeugen zu mehr Umweltfreundlichkeit führt. Die Förderung (in der Regel 40 Prozent der Anschaffungskosten) beinhaltet auch eine Umwelt-Komponente. So werden Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, wie etwa Dieselhybrid- und Elektroantrieb, stärker gefördert als Fahrzeuge mit herkömmlichen Dieselantrieb.

Auf dem Betriebshof der KVG in Lüneburg an der Dahlenburger Landstraße sind 100 Fahrzeuge stationiert. Insgesamt hat das Unternehmen in Lüneburg und Stade 300 Fahrzeuge. „Unabhängig von der Förderung haben wir bisher jedes Jahr 20 neue Fahrzeuge angeschafft“, sagt Michael Fastert. Ein Solowagen koste rund 200000 Euro, ein Gelenkzug schlägt mit 300000 Euro zu Buche. Da machen Fördermittel in Höhe von 40 Prozent schon eine Menge aus. Zum Fuhrpark der KVG gehören in Lüneburg auch drei Hybrid-Busse. Da sie relativ neu sind, steht eine Neuanschaffung nicht an.

Zu den Förderkriterien des Landes gehört auch, dass neue Busse zumindest ein niederfluriges Fahrzeugteil aufweisen, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen problemlos ein- und aussteigen können. Die KVG hat inzwischen 270 so ausgestattete Busse im Einsatz.

Zunächst fünf Jahre soll das Förderprogramm laufen, eine Weiterführung sei abhängig von der Bereitstellung von Mitteln für den ÖPNV durch den Bund, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.