Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die Gruppe des TSV Adendorf hat nicht nur viele Spiele gewonnen, sondern ist in diesem Jahr auch der Sieger der A-Parade während der Kirchwegsause geworden. Foto: t&w
Die Gruppe des TSV Adendorf hat nicht nur viele Spiele gewonnen, sondern ist in diesem Jahr auch der Sieger der A-Parade während der Kirchwegsause geworden. Foto: t&w

Adendorfer Kirchwegsause: Bonschen, Party und gute Stimmung + + + Mit LZplay-Video und Fotogalerie

kre Adendorf. Petrus muss ein Adendorfer sein! Denn ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein empfingen die Besucher jetzt zur A-Parade — dem Höhepunkt der alle zwei Jahre stattfindenden Kirchwegsause. Wetter gut, Stimmung gut — besser gehts nun wirklich nicht. Das einzige, was in Massen vom Himmel regnete, waren ,,Bonschen“, Gummibärchen und andere Süßigkeiten, Spielzeug und Werbegeschenke. Und darüber regte sich nun wahrlich niemand auf.

Am wenigsten die vielen Kinder entlang der Zugstrecke. Jan-Luca etwa war mit seiner Mutter Nicole Hauschildt aus Lüneburg nach Adendorf gekommen, um die A-Parade mit 40 Umzugsgruppen zu sehen. Und um natürlich möglichst viele Süßigkeiten zu erhaschen. Und die Männer, Frauen und Kinder auf den Wagen lassen sich nicht zweimal bitten. Mit vollen Händen verteilen sie die Bonschen. Jan-Luca im Glück — mit einer gut gefüllten Tragetasche und einem glückliches Lächeln im Gesicht. Ein Wochenende lang war Adendorf eine Partymeile. Los ging es schon am Freitag mit dem Rockabend auf dem Rathausplatz zunächst mit der Vorband „Kota Connection“, später war der bewährte Sound von „Booze Beer & Rhythm“ und „Heart Rock Café“ zu hören.

Auch für den Sonnabend hatten sich die Organisatoren von der Adendorfer Werbegemeinschaft einiges einfallen lassen: Bürgermeister Thomas Maack und der Vorstand der Werbegemeinschaft forderten die Adendorfer mit einer Wette heraus: Nämlich dass es keine 111 Besucher schaffen werden, bis 21.30 Uhr im 70er-Jahre-Outfit auf dem Rathausplatz zu erscheinen. Aber natürlich gewannen die Adendorfer die Wette. Wenn auch mit 118 stilecht gekleideten Männern und Frauen nur knapp. Doch Wette verloren ist Wette verloren — und Bürgermeister und Organisatoren mussten tanzen.

Auf den gestrigen Sonntag hat sich dann die kleine Esther ganz besonders gefreut: Mit dem Kinderflohmarkt auf dem Kirchweg wurde nämlich der letzte Tag der Kirchwegsause eröffnet. Hochkonzentriert stand die Vierjährige an ihrem Stand, um nicht mehr benötigtes Spielzeug zu verkaufen. Unterstützt natürlich von Papa Erik und Mutter Andrea Hamer. Und wofür soll der Verkaufserlös verwendet werden? „Ein Teil des Geldes fließt in den Kauf einer Familienkarte für das Freibad“, verrät Andrea Hamer. Esthers ältere Geschwister Britt (11), Jule (9) und Scott (7) stehen dieses Mal nicht mit am Verkaufstisch, sondern nehmen an der Parade teil: „Auf dem Wagen des Adendorfer Eishockey-Clubs“.

Und dort haben sie mindestens so viel Spaß wie die anderen Teilnehmer und die rund 4000 Besucher entlang der Strecke. Denn erneut ist der bunte Lindwurm eine Mischung aus Love-Parade, Erntedank-Umzug und Kölner Karneval. Je bunter, schriller und origineller, desto besser. Angeführt wird der Umzug vom Fanfarenzug Faßberg und dem Spielmannszug Bardowick. Die Musiker müssen sich mächtig ins Zeug legen, um gegen die Hits und Schlager anzuspielen, die aus den Boxen der Lkw dröhnen und dem Party-Volk ordentlich einheizen. Ob 70er Jahre- oder Ballermann-Musik — Hauptsache, die Stimmung stimmt.

Und das tut sie am Ende auch bei allen Beteiligten: Besonders freuen dürfen sich in diesem Jahr aber die Akteure des TSV Adendorf, deren Wagen und Performance am meisten überzeugte. Sie sind die diesjährigen Sieger, gefolgt vom Truck des Schlagermove und der Siedlergemeinschaft Adendorf.

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