Aktuell
Home | Lokales | 400 Lüneburger kommen zum vierten Bürger-Brunch in den Clamart-Park
So fröhlich und unbeschwert wie in dieser Runde ging es auch an den anderen Tischen beim Bürger-Brunch im Clamart-Park zu. Foto: t&w
So fröhlich und unbeschwert wie in dieser Runde ging es auch an den anderen Tischen beim Bürger-Brunch im Clamart-Park zu. Foto: t&w

400 Lüneburger kommen zum vierten Bürger-Brunch in den Clamart-Park

us Lüneburg. Strahlender Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und fröhliche Stimmung unter schattigen Bäumen: Der Rahmen, den jetzt der vierte Bürger-Brunch im Lüneburger Clamart-Park bot, war perfekt und eine freundliche Wiedergutmachung für das verregnete Zusammenkommen im vergangenen Jahr. Rund 400 Brunch-Freunde waren der Einladung der Stiftung „Kirche & Caritas — stark für Lüneburg“ gefolgt, hatten Essen, Geschirr und Besteck mitgebracht und es sich rund drei Stunden lang gut gehen lassen. Neben vielen neuen Gesichtern waren auch wieder zahlreiche Stammgäste dabei.

„Die Ersten waren schon um kurz vor zehn Uhr hier, obwohl wir ja immer erst um elf Uhr beginnen“, berichtet Berthold Schweers, Vorsitzender des Stiftungsrats, der den Brunch seit vier Jahren ausrichtet. Denn auch in diesem Jahr galt wieder das Motto: Wer zuerst kommt, sichert sich die besten Plätze. „Bei dem sonnigen Wetter waren die schattigen Plätze schnell weg.“

Mit einer Spende von 40 Euro gibt es das Recht auf einen Tisch und zwei Bänke, an denen bis zu zehn Personen Platz finden. Die Stiftung sorgt zudem für weiße Papiertischtücher und passende musikalische Untermalung, dieses Mal von der Band „Nichtöffentliche Verhandlung“. Wer sich zwischen den Gängen nach einer körperlichen Ertüchtigung sehnte, konnte sich in den „Lebendkicker“ einreihen und sein Tor-Glück versuchen, für die Kleinen gab es Abwechslung am Schmink- und Basteltisch.

Zum ersten Mal dabei war Mario Puliafito mit seiner Frau und den beiden Kindern Francesco und Chiara. Erst im März waren sie von Sizilien nach Lüneburg gekommen. Von dem Bürger-Brunch hatten sie von Freunden gehört und sich gleich entschlossen, mit dabei zu sein. „Es ist wirklich schön hier und fast ein wenig wie in Italien“, sagte Vater Mario. Besonders begeistert war er von dem offenen Zusammenkommen: „Man setzt sich einfach mit an den Tisch und kommt gleich miteinander ins Gespräch“, das habe er so nicht erwartet. Mit ihren Tischnachbarn teilten sie nicht nur ihre Pasta, auch Kontaktdaten wurden ausgetauscht.

Seit vier Jahren schon genießen Christine und Bernhard Sieland die Atmosphäre des gemeinsamen Tafelns im Freien, sie sind bereits von Beginn an. „Uns gefällt die Grundidee, die gelungene Mischung aus Freude, Spende und Zusammensein“, sagt Bernhard Sieland. Beide sind seit vielen Jahren in St. Marien aktiv und begrüßen den karitativen Zweck der Veranstaltung. Fürs nächste Jahr würde er gern drei Tische dazustellen lassen: „Die sollten wir den hier lebenden Flüchtlingen anbieten, auch sie gehören dazu.“