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In der Werkstatt der Lebensgemeinschaft Birkenhof sitzt Marcus Hering am Handwebstuhl und knüpft einen Teppich. Foto: cw
In der Werkstatt der Lebensgemeinschaft Birkenhof sitzt Marcus Hering am Handwebstuhl und knüpft einen Teppich. Foto: cw

Ein Blick hinter den Webstuhl

cw Neetze. Bedächtig zieht Marcus Hering das große Weberschiffchen durch die Fäden wieder und wieder, bis nach und nach ein leuchtend blauer Teppich entsteht. Die Besucher rings um ihn herum schauen aufmerksam zu, denn einen Handwebstuhl erlebt man nicht all zu oft in Aktion.

Beim Tag der offenen Tür bei der Lebensgemeinschaft Birkenhof in Neetze durften die Zuschauer hautnah dabei sein, wenn Stoffe gewebt, Teppiche geknüpft oder Holz gesägt wurde. Das gesamte Hofgelände stand Besuchern offen und überall gab es etwas zu sehen und die Möglichkeit, bei Kaffee, Kuchen oder anderen Leckereien ins Gespräch zu kommen. Auch ein vielseitiges Kinderprogramm war organisiert, damit die Kleinen beschäftigt sind, wenn die Großen schauen.

„Immer mehr Menschen finden den Weg zu uns“, freut sich Hans-Jürgen Hitz vom Birkenhof. „Nicht nur zum Feiern wie heute, sondern auch, um sich zu informieren.“ Die sozialtherapeutische Einrichtung für geistig behinderte Menschen ist eingebunden in ein großes Netzwerk von Kooperationspartnern: Vom Arbeitsamt, über den Naturschutzbund Deutschland und das Sozialraumprojekt bis hin zu Vereinen und Verbänden aus der Region. Viele von ihnen sind stets beim Tag der offenen Tür präsent, so dass immer ein buntes und lebendiges Fest entsteht. Während im vorderen Bereich bei den Wohnhäusern Tische und Bänke bereit stehen, gibt es im hinteren Bereich bei den Werkstätten viel zu sehen. Stündliche Führungen und ein Dia-Vortrag ergänzen die persönlichen Eindrücke.

In der Textilwerkstatt sind die Besucher jetzt bei Kai Mahnke angekommen, der einen kleinen quadratischen Teppich knüpft. „Das haben wir jetzt ebenso neu im Programm wie Kleidungsstücke“, sagt Christina Hoffmann von der Textilwerkstatt. Die kleinen quadratischen Teppiche eigenen sich sowohl als Hingucker auf dem Boden als auch als Sitzunterlage. Faden um Faden zieht Mahnke durch das Gewebe: „Das macht einfach Spaß.“