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Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge in seinem Rathaus, an der Wand das Logo des Hansetages, ohne Frage ein Höhepunkt seiner langen Laufbahn. Heute feiert er seinen 65. Geburtstag. Foto:  wege
Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge in seinem Rathaus, an der Wand das Logo des Hansetages, ohne Frage ein Höhepunkt seiner langen Laufbahn. Heute feiert er seinen 65. Geburtstag. Foto: wege

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge — Mit 65 auf Hochtouren und ohne Zeit

Andere laden an so einem Tag zu Lachsschnitten und Prosecco ein und sonnen sich in Lobeshymnen. Ulrich Mädge schaut in seinen Kalender: „Nee, am 11. bin ich noch in Dresden.“ So ist er, so liebt er es: 24 Stunden Oberbürgermeister von Lüneburg, 24 Stunden Botschafter der Hansestadt, Städtetagspräsident oder Aufsichtsratschef. Auch heute, an seinem 65. Geburtstag.

Partys sind eh nicht sein Metier. „Ich habe meinen 60. groß gefeiert, das reicht.“

Gerade die letzten Wochen war er in seinem Element: Marathon-Runden im Kita-Streik in Berlin, „mir reichen fünf Stunden Schlaf, ich kann schnell regenerieren“. Mit Augenrändern in den Flieger steigen, Ziel fürs vergangene Wochenende war die estnische Partnerstadt Tartu. „Die haben 80 Millionen in ein Museum investiert, 30 ins Theater und einen Campus auf die grüne Wiese gestellt, die überholen uns.“ Da schwingt Neid in der Stimme mit: „Ich bin ja angetreten, um zu gestalten, immer noch.“ Aus Tartu Montag zurück ins Rathaus – Akten kauen, Dezernentenrunde, Informationsaustausch, Aufgaben verteilen, den Konzern Lüneburg auf Touren halten und zwischendrin immer Lokaltermine, ob Konzertabend oder Kaninchenzüchter. Bei seiner Dauerpräsenz kommt doch der Verdacht auf, ihm helfe ein Doppelgänger. Gestern ging‘s nach Potsdam, erste Schlichtungsgespräche im Kita-Streit. Mädge sitzt für die Kommunen am Tisch. Donnerstag als niedersächsischer Präsident zum Städtetag nach Dresden, wo parallel auch die Kita-Gespräche laufen. Zum Glück. Ach ja, und Geburtstag.

Ruhe findet er sonnabends, „zwischen 13 und 18 Uhr ist mein Kreativtag“, und wochentags, wenn das Rathaus sich langsam leert, es nach 16 Uhr still wird in den Gängen. Dann sitzt der Oberbürgermeister hinten im Kämmereiflügel in seinem weitläufigen Büro beim Aktenstudium, empfängt Vertraute und solche, die meinen, eine gute Idee für Lüneburg präsentieren zu können. Er hört zu, er findet das manchmal abenteuerlich und fragt gerne: „Wer soll das bezahlen?“ Aber wenn er spät in die Linie 5014 steigt, nach Hause an die Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Straße in Kaltenmoor fährt, nagt er weiter an Gordischen Knoten, und morgens präsentiert er nicht selten die Lösung.

Ein Beispiel ist der PCB-Alarm an Lüneburgs Schulen Anfang des Jahrtausends. Das war millionenschweres Blei in der Bilanz, unbezahlbar eigentlich. Mädge bettete die Schadstoffsanierung in das größte Schulbau- und Bildungsprogramm ein, das bis heute mit 100 Millionen Euro zu Buche schlägt, bis 2021 sollen noch 40 dazukommen. Lüneburg bleibt schließlich attraktive Zuzugsregion. „Sechzig Prozent der Schulen und Kitas bauen wir in Leichtbau, das lässt sich einfach verändern, wenn uns der demographische Wandel trifft.“ Gut, da häufen sich Schulden an. „Aber wir dürfen uns nicht kaputtsparen, wir stehen im Wettbewerb der Städte.“

Lernen hat Priorität, vielleicht auch, weil Mädge sich von der 9. Volksschulklasse in Vienenburg am Harz über eine Elektroinstallateur-Lehre und zwölf Jahre Bundeswehr über den zweiten Bildungsweg nach oben durchgekämpft hat.

In die Politik ist er über eine Bürgerinitiative und den Zuspruch des Bundestagsabgeordneten Helmuth Möhring gerutscht. In der BI kämpfte er in Kaltenmoor im vergangenen Jahrhundert gegen die Fernwärme, die zu teuer war, weil sie im Winter auch den Rasen heizte. Er argumentierte gut. 1981 kam er „mit einer Stimme Mehrheit“ über die SPD-Liste in den Rat, fünf Jahre später zettelte er mit Weggefährten eine Palastrevolution gegen die Partei-Granden an. „Ein klassischer Alt-Jung-Konflikt, es gab keine Kompromisse.“

Er wurde Fraktionschef, schon 1991 Oberbürgermeister. Jüngere glauben deswegen, das sei ein Erbtitel. Ob Uni oder die anfangs von vielen verteufelte Verkehrsberuhigung. „Als wir das erste Radparkhaus am Bahnhof bauten, hatte ich schlaflose Nächte, ob das voll wird. Heute denken wir über ein drittes nach.“ Ob Gesundheitsholding oder Denkmalpflege. Mädge ist Wegbereiter, Geldbeschaffer, Netzwerker. Immer mittendrin.

Fluch und Segen ist sein Elefantengedächtnis. Er kann mit ungeheurem Faktenwissen kontern. Leider vergisst er auch nie, wenn einer in seinen Augen wortbrüchig war. Dann wird er hart, bis zur Ungerechtigkeit. Fluch und Segen ist auch seine Machtfülle. Er will gestalten, trägt oft zu viel auf den Schultern. So entsteht der Eindruck, er stünde bei stürmischer See mutterseelenallein auf der Kommandobrücke. Da wird er dünnhäutig. Gesprächspartner, Mitarbeiter und Vertraute kennen das. In solchen Augenblicken steht er sich selber im Wege, weil er doch lieber in der Reserve bleibt – auch wenn er lobt. Ein schlichtes „Ja, schön“ aus seinem Mund ist als summa cum laude zu verstehen.

Wann immer der „konservative“ Sozialdemokrat Ulrich Mädge, der heute 65 Jahre alt wird, aus dem Amt scheiden mag. Theoretisch 2021. Er lässt Lüneburg blühen und erfüllt seinen Wahlspruch: „Handeln in meiner Zeit.“ Am Ende führt kein Weg daran vorbei, ihm die Ehrenbürgerwürde anzutragen. Die hat er sich lange verdient.

Hans-Herbert Jenckel

 

Lebenspunkte

Lebenspunkte

  • Verheiratet mit Carola Mädge, zwei Söhne
  • Seit 1979 SPD-Mitglied
  • Seit 1991 Oberbürgermeister
  • Städtetagspräsident
  • Niedersächsisches Verdienstkreuz
  • Estländischer Staatsorden und der Stadt Tartu
  • Größte Stärke: Ausdauer
  • Lieblingsobjekt: Kulturbäckerei
  • Heimat: Lüneburg und Vienenburg
  • Motto: „Wir haben ja auch zwei Herzkammern.“

Kompaktes Lob

Kompaktes Lob

Sascha Spoun, Uni-Präsident: Herr Mädge ist Garant für eine umsichtige, konsequente und zukunftsgerichtete Kommunalpolitik. Seine gleichermaßen solide wie vorausschauende Amtsführung hat Lüneburg in den vergangenen Jahren eine außerordentlich positive Entwicklung beschert. Ich bin ganz sicher, dass sich dies auch in den kommenden Jahren so fortsetzen wird.

Heiko Westermann, Lüneburger Arbeitgeberpräsident: Ein Mann, der die Stadt lebt wie kein anderer. Lüneburg ist ohne ihn kaum vorstellbar – und umgekehrt.

Äbtissin Reinhild Freifrau von der Goltz (Konvent Kloster Lüne): Ein Mann des Glaubens und der Tat, der sich Geschichte, Traditionen und Anliegen Lüneburgs und damit auch die des Klosters zu eigen gemacht hat. Ein Schwungrad, das Himmel und Erde in Bewegung setzt.

Michael Zeinert, IHK-Hauptgeschäftsführer: Manager des Wandels. Garant für Stabilität: Er hat früh erkannt, dass die Stadt den Handel braucht; in der Mitte, nicht an den Rändern. Diesen Kurs 24 Jahre mit großer Konsequenz gehalten zu haben, ist eine besondere Leistung. Ihr verdankt Lüneburg eine selten gewordene städtebauliche Qualität und auch wirtschaftlichen Erfolg.

Heiko Dörbaum, SPD-Fraktionschef: Ein Macher, dem gehen nie die Ideen aus. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Viele Projekte tragen seine Handschrift, zum Beispiel der Ausbau des Klinikums, Umgestaltung des Bahnhofs oder Neubau des Museums. Als sozialdemokratischer Oberbürgermeister hat er eine neue Kultur der Bürgerbeteiligung geprägt. Die Vielzahl der Bürgerversammlungen, der gute Kontakt zu allen Bevölkerungsgruppen und insbesondere die neue Stadtteilarbeit sind Beleg dafür.

Andreas Meihsies, Fraktionschef Grüne: Seit Jahren ein zentraler Ideengeber und ein zupackender Stadtgestalter. Dafür wird er von mir geschätzt – und von manchen als König Ulrich betitelt.

Niels Webersinn, CDU-Fraktionschef: Mit Respekt stelle ich fest, dass Herr Mädge nie die Flinte ins Korn wirft, dass er stets fintenreich versucht, neue Wege zu gehen, dass sein erster Zorn schnell verfliegt, dass seine Schlagfertigkeit oft für gute Stimmung sorgt und die politische Fortune ihn stets begleitet hat.

Michèl Pauly, Die Linke: Vermutlich der fleißigste Oberbürgermeister, den unsere Stadt je hatte. Mit seiner Art sich durchzusetzen, prägt er Lüneburg – im Guten wie im Schlechten. Ich wünsche ihm, dass er nach all den politischen Auseinandersetzungen auch noch viele Jahre der Gesundheit erlebt, um seine Stadt auch einmal außerhalb der politischen Verantwortung kennenlernen zu können.

Birte Schellmann, FDP: Wer seit über 150 Jahren der am längsten amtierende OB in Lüneburg ist, verfügt offensichtlich über ungewöhnliche Fähigkeiten, auch oder gerade weil er vielfach in monarchischer Manier über Partei, Gesamtrat und Verwaltung herrscht. Auf diese Weise sind sehr viele wichtige und erfolgreiche Projekte mit seinem Namen verbunden. Lüneburg ist ihm zu Dank verpflichtet.

Daniel Brügge, Piraten: Vielleicht nicht immer der Oberbürgermeister, den Lüneburg gerne hätte. Aber durch seine pragmatische Art und hohe Kompetenz und Erfahrung ist er der Oberbürgermeister, den Lüneburg braucht.

Jens Kiesel, Rentnerpartei: Eine feste Größe mit einer politischen Verlässlichkeit ohne überraschende Kursänderungen. Er bedeutet für Lüneburg Kontinuität mit Augenmaß in einer wachsenden Stadt. Das gelingt ihm durch Fleiß und Beharrlichkeit, Geschick und einer Portion Fortune bei Projekten wie Musikschule, Museum oder Kulturbäckerei.

 

16 Kommentare

  1. Leider ist mein erster Versuch einen Kommentar zu veröffentlichen gescheitert. Ich versuche es daher erneut.

    Herr Mädge hat es nicht verdient Ehrenbürger zu werden. Er ist ein unfähiger Oberbürgermeister. Er regiert wie ein Provinzfürst und erreicht nichts. Es wäre ein Kita-Streik nicht notwendig gewesen, wenn man das Geld für den unnötigen Museumsneubau (Ich errichte mir ein Denkmal), verwendet hätte um die Gehälter der Erzieher zu erhöhen. Es gibt unzählige Beispiele, die Herrn Mädge entlarven. Leider traut sich kein Rathausmitarbeiter zu sprechen…

    • Jeder blamiert sich, so gut er kann – und einige noch etwas besser. Ihre Einlassung ist nicht nur sehr blöde, sie zeugt auch von mangelndem Takt, der Lust zum Dreckwerfen und von Heimtücke.

      Alles das muss irgendwie durch die dickmuffigen Schwaden Ihrer feige brütenden Übellaunigkeit gedrungen sein, bevor Sie auf „Senden“ gedrückt haben, denn sonst hätten Sie wohl Ihren Namen unter Ihre unsinnig – also gar nicht – begründete Schmäh-Mail gesetzt.

      Wenn Sie Ulrich Mädge, mit dem auch ich – wie mancher andere – in vielen Sachfragen nicht einig war und bin, pauschal beschimpfen und verunglimpfen, ohne die Ergebnisse seines 35 Jahre währenden rastlosen Einsatzes für unser Gemeinwesen mit einem einzigen Wort zu würdigen, einen kantigen Dienstherren zu würdigen, wie es Hans-Herbert Jenckel oben in seinem gut balancierten Geburtstagsartikel gelungen ist, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn der Online-Chef sich erst an den oft irrtümlich Voltaire zugeschriebenen Satz der englischen Autorin Evelyn Beatrice Hall erinnern muss, bevor er Ihre lärmende Ungezogenheit freischaltet: „Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“

      Mit anderen Worten: Wer wütend ist, soll es ausdrücken dürfen, auch jenseits der Grenzen des Anstands. Es gibt ein Recht auf Dummheit und Geschmacklosigkeit, von dem Sie hier profitieren.

      Ich für meinen Teil gratuliere unserem eigenwilligen, schwierigen, fleißigen und der Vernunft zuletzt immer Gehör schenkenden Oberbürgermeister und unterschreibe die letzten Sätze von Herrn Jenckel:

      „Wann immer der „konservative“ Sozialdemokrat Ulrich Mädge, der heute 65 Jahre alt wird, aus dem Amt scheiden mag. Theoretisch 2021. Er lässt Lüneburg blühen und erfüllt seinen Wahlspruch: ‚Handeln in meiner Zeit.‘ Am Ende führt kein Weg daran vorbei, ihm die Ehrenbürgerwürde anzutragen. Die hat er sich lange verdient.“

      Marlene Tenhoff

      • Sehr geehrte Bürgerin,

        aus ihrem Versuch gewählte Worte zu finden lese ich, dass sie Herrn Mädge viel zu verdanken haben. Ansonsten wäre ihnen ein weniger verklärter Blick auf unseren Oberbürgermeister gelungen.

        Und auch schnell angelesene Zitate machen ihren Beitrag nicht lesenswerter. Weiterhin ist das was gut gemeint ist nicht gut gemacht. Ich denke, dass sie hierzu keine Erläuterung benötigen.

        Ich habe keine Wut, warum sollte ich sie haben? Es ist für mich lediglich ein Anliegen der m.E. nicht unabhängigen Berichterstattung der Landeszeitung etwas entgegenzusetzen. Wie erklären sie sich ansonsten die überaus wohlwollende Berichterstattung über Herrn Mädge all die Jahre?

  2. Roswitha Schrader-Beckermann

    Ich schließe mich an und gratuliere Ulrich Mädge herzlich.

  3. Liebe SPD-Anhänger, bleibt entspannt. Wenn jeder Lünebürger , der sich für die Stadt verdient gemacht hat, ein Denkmal bekommt, gibt es keinen Platz mehr für Fußgänger und Radfahrer. Ist ja jetzt schon sehr knapp. Und wer bei der EON als ,,Ehrenmitglied,, geführt wird, ist mir zumindest suspekt. Bürgerinteressen hat die EON noch nie interessiert. Und wer Schuldenberge anhäuft, tut der nachfolgenden Generation garantiert kein Gefallen. Das Uni-Gebäude und das Museum wird denen noch gewaltig auf die Füße fallen. Da mein alter Sozi aber genau so alt ist, wie ich, gratuliere ich ihm trotzdem. ER hat es zumindest geschafft, bis jetzt alle auf den Arm zu nehmen. Kann nicht jeder.

    • Klaus, warum ersparen Sie uns und der Jury aus Vertretern der Verwaltung, LCM, Presse und den Schauspielern am nächsten Samstag um 17.30 Uhr nicht DIE QUAL DER WAHL, indem Sie sich einfach ex cathedra zur ersten groß- und hanse-artigen Rosenkönigin erklären und „Ihrem alten Sozi“, dem Oberbürgermeister, das unvergessliche Geschenk machen, Wange an Wange mit Ihnen auf der Rathausbühne den Eröffnungstanz in ein Lüneburgmarketing der Herzen zu pirouettieren?

      • Danke Jochen! Was für ein grandioses Phantasiegemälde! Ich lache immer wieder Tränen bei der Vorstellung.

        Gegen diese Szene, wenn man sie sich nur einmal richtig und in allen farbigen Einzelheiten ausmalt, kann Pussy Riot (engl. „Muschi-Krawall“), die 2011 gegründete feministische, regierungs- und kirchenkritische Punkrock-Band aus Moskau, nur abstinken.

        Klaus (in einem engen bunten, knielangen Sommerkleidchen, dass ihm seine neue Parteifreundin Anikó geliehen hat), der am kommenden Sonnabend gegen sechs von Uli (welcher in einem superleichten Noose & Monkey – Anzug mit Rosenmuster aus reiner, hochwertiger Schurwolle mit 2-Knopf-Sakko steckt, siehe: http://www.asos.de/Prod/pgeproduct.aspx?sgid=9796&r=2) vor Tausenden von begeisterten Stadtfestfans über die Rathausbühne gewalzt wird, das brächte einen Hauch von Bikini Kill und vom Riot Grrrl Movement ins Lüneburger Stadtmarketing zurück – brächte das Knurren zurück in unsere Miezekatzenkehlen und zielte darauf, die ungezogenen, selbstsicheren und neugierigen Zehnjährigen in uns wieder aufzuwecken, die wir waren, bevor uns Mami, Papi und Studienrat Scharfschnalzer klar machten, dass es Zeit sei, nicht mehr laut zu sein und Jungs zu spielen, sondern sich darauf zu konzentrieren, ein ‚girl‘ zu werden, das heißt eine anständige Lady, die die Jungs später mögen würden.

        Dazu dann der Gedanke an die belämmerten Gesichter von Ines Kruse und Heiko Meyer im Hintergrund des Geschehens (http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/240575-lueneburg-bald-mit-koenigin) — ik smiet mi wech !

      • Super!
        LZ-Kommentare lesen, ist Kino im Kopf.
        Vielen Dank für diesen schönen Film, ich halte mir immer noch den Bauch….

      • Jochen, wissen sie was eine parteien-räude ist? bekommen die grünen immer, wenn sie mit der spd zusammengeht. hat günther der treckerfahrer zumindest so gesehen. sowas soll ansteckend sein.

      • Parteien-Freude

        Mensch Klaus, wie können Sie bloß so dickköpfig sein und sich dieser kleinen Hilfestellung verweigern? Lüneburgs Parteien sind in großer Sorge: Mit der stetig sinkenden Wahlbeteiligung vertreten sie immer weniger Menschen. Aber – Ätsche-Bätsche, bähbähbäh! -, um das zu ändern, schmieden sechs von ihnen nun einen Plan.

        SPD, Grüne, CDU, Piraten, Linke und FDP wollen Zeitungsberichten zufolge gemeinsam gegen die sinkende Wahlbeteiligung in Lüneburg vorgehen. Wie die „Bild“-Zeitung und die „Süddeutsche Zeitung“ berichteten, haben sich die Fraktions- und Parteiführer der sechs Parteien bei einem Treffen am Freitag auf Eckpunkte für ein Reformpaket verständigt.

        Zuerst soll die sinkende Wahlbeteiligung demnach genauer erforscht werden. CDU-Fraktionsvorsitzender und Fraktionsgeschäftsführer Niels Webersinn, sagte der „SZ“, ihn interessiere beispielsweise, ob „eine Nichtteilnahme automatisch eine Ablehnung des demokratischen Systems“ sei. Nicht zu wählen könne „ja auch Ausdruck von Zufriedenheit mit Stadtrat und Verwaltung sein“.

        Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, ist außerdem im Gespräch, die Briefwahlen und die Wahlen für Lüneburger im Ausland zu vereinfachen. Zudem könnten die Erst- und Zweitstimme in Kandidaten- und Parteistimme umbenannt werden. Geplant ist dem Bericht zufolge auch, mehr Wahlurnen schon ein, zwei Monate vor dem eigentlichen Wahltermin aufzustellen, um vorzeitige Stimmabgaben zu ermöglichen.

        Webersinn und die Fraktionschefs der beiden anderen an der Regierungskoalition beteiligten Parteien, Heiko Dörbaum (SPD) und Andreas Meihsies (Grüne), hatten bereits im Dezember vorigen Jahres im Sinne von Bundes-SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi angekündigt, sich gemeinsam Gedanken darüber zu machen, wie die Wahlbeteiligung und das Engagement in Parteien in Lüneburg gefördert werden können. (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/208058-208058) Der mutmaßlich nächste Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michèl Pauly, sagte der „Bild“-Zeitung, die sinkende Wahlbeteiligung sei ein „Warnsignal“ für das gesamte politische System. Wenn bei dem Thema nun wenigstens alle Lüneburger Parteien an einem Strang zögen, sei dies ein „starkes Signal“.

        (Siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlbeteiligung-parteien-schmieden-buendnis-a-1038659.html und http://www.welt.de/politik/deutschland/article142428374/Parteien-entdecken-das-Problem-Wahlbeteiligung.html)

        Inzwischen liegen erste Konzepte vor:

        Wer eine Wahl versäumt hat, kann künftig noch bis zu vier Jahre nach dem Termin die Stimmabgabe nachholen

        Vorausgefüllte Stimmzettel mit Kreuzen bei den Systemparteien

        Projekt „Wählen auf Rädern“

        Wahlzettel plus Happy-Meal mit goldener Stimmgabel bei McDonald’s

        Wahlrecht für Haustiere (z.B. Blindenhunde)

        Sammeln von Bonusstimmen

        Eberhard Manske oder Gunter Runkel darf man künftig auch offiziell per Fernbedienung abwählen

  4. Tipp eines Profis für OB Mädge

    Auf Hochtouren zwei Stunden lang ein Posting geschrieben, aber am Ende dann doch nicht gepostet. Folglich auch keine Erwiderung, auf die wieder zu posten gewesen wäre. Große Erleichterung, weil große Arbeitsersparnis. Wenn ich das öfter mache, bekomme ich am Ende noch Zeit raus.

    Christian Y. Schmidt

  5. Wenn man einen Geburtstagstoast schreibt sollte das Geburtstagskind gewürdigt werden. Das ist gelungen und den guten Wünschen schließe ich mich an.

  6. Sehr geehrter Herr Jenckel,

    Nennen Sie mir bitte nur einen,einen einzigen Grund, warum Herr Mädge den Ehrenbürgertitel
    verdient haben sollte – ich sehe nämlich keinen.

    • es gibt zwei. die fähigkeit ,alle auf den arm zu nehmen und die bereitschaft, sich nazis in den weg zu stellen. und dieses in lüneburg. sie war nicht ohne grund eine gau-stadt.

      • Genau, sich alleine den Nazis in den Weg zu stellen! Nur ganz rein zufällig war eine Kamera da. Ansonsten war er ganz alleine… Wer sich vorführen lassen mag, soll das gerne machen.

      • Ok Herr Bruns,

        Den 2.Grund kann ich ausnahmslos gelten lassen, Extremismus jeglicher farblicher
        Schattierung und Ideologie ist falsch.
        Mit Gewalt wird man langfristig niemals etwas Gutes schaffen.