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Der alte und der aktuelle Vorsitzende des Trägervereins des Wasserturms: Rüdiger Hedde (l.) und Uwe Wegener. Der alte Wasserspeicher ist seit 15 Jahren Ausstellungsort rund ums Thema Wasser. Foto: A/t&w
Der alte und der aktuelle Vorsitzende des Trägervereins des Wasserturms: Rüdiger Hedde (l.) und Uwe Wegener. Der alte Wasserspeicher ist seit 15 Jahren Ausstellungsort rund ums Thema Wasser. Foto: A/t&w

Wahrzeichen feiert Geburtstag

ca Lüneburg. Am Anfang hielten viele den Schulleiter der Hauptschule Stadtmitte für ein bisschen größenwahnsinnig: Rüdiger Hedde wollte den Wasserturm kaufen und aus ihm eine Austellungsplattform und einen Besuchermagneten machen, der Lüneburgs Beitrag zur Expo 2000 in Hannover sein sollte. Ein Expo-Projekt wurde der Turm zwar letztlich nicht, aber ein Magnet schon. Gerade wurde der 900000. Gast begrüßt. Jetzt feiern Heddes Nachfolger, Schulleiter Uwe Wegener und Geschäftsführerin Sabine Wohlers, den 15. Geburtstag der Aussichtsplattform und seiner Ausstellungen mit einem bunten Programm.

Mitte der 90er-Jahre galt der 1907 gebaute Wasserspeicher als marode. Ihn zu sanieren und zu beleben, fanden zwar viele in Politik und Verwaltung charmant, aber viel zu teuer. Hedde und seine Mitstreiter ließen sich nicht beirren. Sie sahen eine Chance, Schüler mit Projekten neue Qualifikationen und Selbstsicherheit zu vermitteln — bis heute führen Mädchen und Jungen Besucher auf den Turm. Am Ende konnte der Trägerverein den langen Lulatsch für eine Mark kaufen. 1996 begannen die Arbeiten, Langzeitarbeitslose packten über den Träger Neue Arbeit mit an und qualifizierten sich so weiter. Auch die Frage des Geldes klärte sich: Rund 2,5 Millionen Euro kamen über Fördermittel und Spenden zusammen, um den Turm zu dem zu machen, was ihn heute noch ausmacht und ihn zu einem Wahrzeichen der Stadt werden ließ.

Vom 15. bis 17. Juni 2000 lief damals die Eröffnung. Unter anderem traten Läufer bei einem Treppen-Marathon an, mit dem sie einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde erreichten und der seitdem Tradition geworden ist.

Doch den Turm zu erhalten, ist eine Daueraufgabe. Längst plagt den alten Herrn wieder das ein und andere Wehwehchen — in absehbarer Zeit stehen neue Sanierungsarbeiten an.

Das Programm
Vom 15. bis zum 21. Juni ist eine Ausstellung von Plakaten zu sehen, die Schülern der Wilhelm­-Raabe­Schule im Rahmen des Europäischen Wettbewerbs unter dem Motto „Wasser ist Leben“ entworfen haben.
Am 15. Juni: kostenlose Führungen durch die Schülerführer der Oberschule am Wasserturm um 12, 14 und 16 Uhr.
Am 21. Juni (Sommersonnenwende) wird der Turm bis Sonnenuntergang (ca. 22 Uhr) geöffnet sein. Unter anderem wird am Abend Quiche des Cateringservice der Oberschule am Wasserturm angeboten. Zusätzlich werden von 11 bis 19 Uhr stündlich beginnend kostenlose Schülerführungen angeboten.
Auf der Ebene 6 unterhalb der Aussichtsplattform sorgen „Klaus Stehr & Friends“ von 18 bis 21 Uhr für musikalische Unterhaltung unter dem Motto „Von Platt bis Irish“. Regulärer Eintrittspreis, Schülerführungen sind kostenlos, eine Spende ist willkommen.