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Lüneburg macht mit beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“

sp Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg hat sich auf das fünf Jahre laufende Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ beworben – mit Erfolg. Die Stadt setzt das Programm des Bundesfamilienministeriums zusammen mit dem Stadtjugendring Lüneburg (SJR) um. Am nächsten Montag, 15. Juni 2015 fällt mit einer Auftaktveranstaltung im Glockenhaus der Startschuss für „Demokratie leben!“.

„Demokratie leben!“ hat das Ziel, Demokratie unter Jugendlichen bewusster zu machen und eine eigenständige Jugendpolitik in den Städten stärker in den Fokus zu rücken. Bis zum 7. Juni 2015 konnten sich Jugendliche und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, mit eigenen Projektideen beim SJR bewerben. Björn Adam, Vorstandsvorsitzender des SJR Lüneburg, verrät schon mal: „Es sind ganz unterschiedliche Ideen eingereicht worden. Jede für sich war sehr spannend. Elf waren es insgesamt, und wahrscheinlich wird es in diesem Jahr auch noch eine weitere Bewerbungsgrunde geben.“

Für die jetzige Runde steht als nächstes die Auswahl der Projekte an, die eine Förderung erhalten können. Das übernimmt ein eigens für das Programm gegründeter Begleitausschuss, der am 22. Juni 2015 zusammenkommt und entscheidet. Unter den Mitgliedern des Ausschusses sind auch einige Jugendliche wie etwa Schülervertreter oder Studenten der Leuphana-Uni. Mit der Bildung dieses Begleitausschusses ist für ein weiteres, langfristiges Ziel der Grundstein gelegt: die Gründung eines Jugendrates. „Ich freue mich, dass die Stadt und der Stadtjugendring mit „Demokratie leben!“ zusammen an dem Ziel arbeiten können, einen Jugendrat einzurichten. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass eine eigenständige Jugendpolitik in Lüneburg zukünftig selbstverständlich werden wird“, so Adam.

Auch Pia Steinrücke, Dezernentin für Soziales und Bildung bei der Hansestadt Lüneburg, befürwortet das Programm: „Es ist sehr positiv zu bewerten, dass durch das Projekt nicht nur Demokratiebewusstsein geschaffen wird, sondern so junge Menschen erleben, dass sie mitwirken und Dinge bewegen können. Für die Umsetzung der Projekte haben wir dank der Förderung des Bundesprogramms 25.000 Euro jährlich zur Verfügung.“

Auf der Veranstaltung am Montag, 15. Juni 2015 um 17.00 Uhr im Glockenhaus wird es ein abwechslungsreiches Programm geben. U.a. informieren Pia Steinrücke, der SJR und Jugendliche aus dem Begleitausschuss genauer über das Bundesprogramm, insbesondere zu Mitwirkungsmöglichkeiten für Jugendliche und Einrichtungen im Bereich Kinder- und Jugendarbeit. Diejenigen, die Lust haben, können sich auch direkt in Teilnahmelisten eintragen, um bei den Projekten mitzumachen. Ein Highlight des Abends wird der Auftritt der Band Nefel sein, die aus dem Nahen Osten stammt. Ein kleines arabisches Buffet hat der SJR ebenfalls organisiert. Weitere Besonderheit: der Aktionskünstler Jan Balyon wird während der Veranstaltung zeichnen und die Ergebnisse malerisch festhalten. Neben all dem Programm werden aber die Gespräche zwischen den Gästen und Organisatoren im Mittelpunkt stehen. Eingeladen sind alle Interessierten, vor allem natürlich Jugendliche und Kinder, Erwachsene sind aber ebenfalls herzlich willkommen.