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Sie eroberten das Herz ihrer Zuhörer im Sturm: Die Kinder der Awo-Kita, die mit ihren Singpaten Volkslieder darboten. Foto: be
Sie eroberten das Herz ihrer Zuhörer im Sturm: Die Kinder der Awo-Kita, die mit ihren Singpaten Volkslieder darboten. Foto: be

Kaltenmoor: Ein buntes Fest der Vielfalt

as Lüneburg. Zu einem bunten Fest der Vielfalt lud am Sonnabend der Stadtteil Kaltenmoor ein. 30 Einrichtungen, Vereine und Einzelpersonen hatten auch in diesem Jahr unter Federführung von Quartiersmanager Uwe Nehring ein abwechslungsreiches Programm organisiert, das Jung und Alt gleichermaßen begeisterte.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der Kaltenmoorer aus Überzeugung ist, begrüßte die Gäste auf dem St. Stephanusplatz. Kaltenmoor zeige, dass Integration funktioniere, auch wenn es Rückschläge gebe. Alles zusammen gebe aber Hoffnung auf ein gutes Miteinander. Menschen aus 60 Nationen leben hier. „Gemeinschaft wird gepflegt, das Symbol für dieses Stadtteilfest“, sagte er. Der Kirchenchor von St. Stephanus brachte anschließend ein Ständchen für den prominentesten Kaltenmoorer, der in der vergangenen Woche 65 Jahre alt geworden war.

Danach hieß es Bühne frei mit dem Eröffnungstanz „Es geht los“ der Kita Spielschule. Dass Jung und Alt mitreißend Volkslieder präsentieren können, stellten dann die kleinen Sänger der Awo-Kita mit ihren Singpaten unter Beweis. Leonard (5) hatte dem Auftritt schon die ganze Woche entgegengefiebert, mit Singpatin Gudrun Fritsch (84) an seiner Seite war das Lampenfieber schnell vorbei. Und für Gudrun Fritsch ist das Singen mit den Kindern das Schönste: „Sie strahlen so viel ehrliche Wärme aus.“ Viel Applaus gab es auch für die weiteren Darbietungen, die unter anderem der Schulchor der Anne-Frank-Grundschule, die Dance Crew des Jugendzentrums, die Bauchtanzgruppe „Naizahs“ und die Tanzgruppe der IGS Lüneburg präsentierten.

Und auch beim Schlendern über den Stephanusplatz wurde viel geboten. Dorentina (5) versuchte sich am Spielmobil der Awo im Stelzenlaufen. Gemeinsam mit ihren Geschwistern Adem (3) und Fatima (4) und ihrer Großmutter Fatima Eisermann war sie zum Fest gekommen. „Wir sind jedes Jahr dabei. Das Fest ist toll organisiert, es gibt viele Spiele und wunderbare Musik. Meine Enkelkinder haben viel Spaß, und das macht mich glücklich.“ Einen bunten Haarzopf aus Kunsthaar flocht Laya Abittar (6) mit ihrer Mama Nahed Sheikn Taleb am Stand der Awo. Nicht weit entfernt davon war der Lebend-Kicker, den das Jugendzentrum mit dem LSK gemeinsam organisiert hatte, schwer umlagert. Die Show-Kämpfe der jungen Ringer der Lüneburger SV zogen viele Zuschauer an. Toben auf der Hüpfburg, Kinderschminken, Glücksrad oder Geldbörsen basteln aus Tetra Pack waren nur einige von vielen Mitmachangeboten.

Für das leibliche Wohl war auch an vielen Ständen gesorgt. Waffeln und Gegrilltes mundeten sehr. Beatrice Kühn und Olga Rupps steuerten das Internationale Stadtteil-Büffet der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland an. Neben Plow, einem Reisgericht, gefüllten Teigtaschen und Piroggen wurde dort auch Graupensuppe serviert. Die fanden die beiden Mitarbeiterinnen der Awo-Kita „total lecker. Das könnte unsere Köchin auch mal im Kindergarten kochen.“