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Theater, Lesungen, Musik, Kunst  die Kulturbäckerei bietet das ganze Paket. Foto: zimmermann
Theater, Lesungen, Musik, Kunst die Kulturbäckerei bietet das ganze Paket. Foto: zimmermann

Wandlung von der Bäckerei zur Kulturschmiede

red Lüneburg. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Das gilt auch für Gebäude. Was den Einen gefällt, sorgt bei den Anderen für verächtliches Kopfschütteln. Doch in jedem Fall gilt: Diejenigen, die ein Haus entworfen haben, haben sich dabei auch etwas gedacht. Am Sonntag, 28. Juni, stehen die Ergebnisse im Mittelpunkt: beim Tag der Architektur können sich Bürger 135 ausgewählte Objekte in 67 Orten Niedersachsens und Bremens ansehen. Mit dabei sind auch zwei in Lüneburg.

Bauherren und Architekten stehen von 11 bis 17 Uhr für Gespräche und Führungen durch Gebäude und Außenanlagen bereit. Besucher haben vor Ort Gelegenheit, Fragen zur Planung und Realisierung zu stellen. In Lüneburg werden die Kulturbäckerei auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung und das Gemeindezentrum St. Stephanus in Kaltenmoor vorgestellt.

Zur Kulturbäckerei:

Mit der Umnutzung der alten Kasernenbäckerei aus den 1930er-Jahren an der Dorette-von-Stern-Straße wurde ein neues Kultur-, Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum geschaffen. Auf 1500 Quadratmetern präsentieren sich Künstler aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Kunsthandwerk, neue Medien und Restaurierung in ihren Ateliers. Eine Bühne für freie Theatergruppen, eine Kunstschule für Kinder und Jugendliche sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräume runden das Bild vor der Kulisse der alten Industrieöfen ab. Verantwortlich war hier die oldenburg.plesse.architekten BDA.

Zu St. Stephanus:

St. Stephanus war einst das erste Ökumenische Gemeindezentrum in Deutschland. Foto: Frahm
St. Stephanus war einst das erste Ökumenische Gemeindezentrum in Deutschland. Foto: Frahm

Das erste Ökumenische Kirchenzentrum in Deutschland wurde im Jahr 1973 als Stahlbetonbau errichtet. Es musste energetisch ertüchtigt werden. Ziel war es auch, das Gemeindezentrum deutlicher als bisher öffentlich erkennbar zu machen. Die transluzenten halben Lisenen (Mauerblenden) sind heute in den Abendstunden von innen beleuchtet und betonen die prägnante Gebäudefigur. Das Kreuz am Platz verankert das Gemeindezentrum als städtebaulichen Mittelpunkt des Stadtteils Kaltenmoor. Umgesetzt hat die Modernisierung das Büro Holst Becker Architekten PartG.

Weitere Objekte sind in Geesthacht, Boizenburg und Hitzacker zu besichtigen. Details dazu sind zu finden auf www.tag-der-architektur.de im Internet. Das Programmheft ist kostenlos erhältlich bei der Architektenkammer Niedersachsen, Friedrichswall 5, 30159 Hannover (Tel.0511/280960)

Qualität des Bauens bewusst machen
Seit 20 Jahren gibt es den Tag der Architektur in Niedersachsen. Er bietet die Möglichkeit, aktuelle Architektur zu erleben und vor allem das gegenseitige Verständnis sowie das gesellschaftliche Bewusstsein für die Qualität des Bauens zu schärfen. Nachhaltiges Bauen steht als Thema ebenso im Fokus wie die unterschiedlichen Bauaufgaben in Niedersachsen: private Wohnhäuser, Unternehmensbauten und öffentliche Gebäude sowie landschaftsarchitektonische Anlagen. „Am Tag der Architektur wird kompetente Planung sichtbar, auch im Zusammenwirken der unterschiedlichen Disziplinen“, erklärt Wolfgang Schneider, Präsident der Architektenkammer.