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Die Gemeinschaftsunterkunft in Rettmer -- beim Tag der offenen Tür am Sonnabend, 27. Juni, können sich Interessierte ein Bild davon machen.Foto: t&w
Die Gemeinschaftsunterkunft in Rettmer -- beim Tag der offenen Tür am Sonnabend, 27. Juni, können sich Interessierte ein Bild davon machen.Foto: t&w

So wohnen die neuen Nachbarn: Tag der offenen Tür in Rettmer

sp Lüneburg. Flüchtlingsunterkunft aus mobilen Bauteilen – was heißt das eigentlich? Und wie soll das genau ab kommenden Monat mit den neuen internationalen Bewohnern im Stadtteil Rettmer laufen? Fragen wie diese können Nachbarn und andere Interessierte am Sonnabend, 27. Juni 2015, beim Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft in Rettmer klären. Die Lüwobau hat die Einrichtung aus insgesamt vier Container-Wohnanlagen errichtet, die Hansestadt Lüneburg mietet sie ab Juli an. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner werden Anfang Juli erwartet. Bevor die Räume bewohnt sind, gibt es von 15 bis 18 Uhr die Möglichkeit, die Einrichtung in Ruhe anzusehen, die vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hansestadt kennen zu lernen und sich zum Beispiel über Möglichkeit der ehrenamtlichen Unterstützung zu informieren.

Die Gemeinschaftsunterkunft in Rettmer ähnelt von Aufbau und Konzept der am Ochtmisser Kirchsteig im Stadtteil Kreideberg. Auch dort gab vor dem Einzug der ersten Flüchtlinge einen Tag der offenen Tür, der gut angenommen wurde. Die Einrichtung an der Lüneburger Straße in Rettmer, gleich neben dem Einkaufszentrum, bietet insgesamt bis zu 100 Plätze in vier Wohnanlagen. Eine der Wohnanlagen ist eher für die Bedürfnisse von Familien angelegt. Zwei erfahrene Sozialarbeiterinnen, die bisher in den Flüchtlingseinrichtungen am Meisterweg bzw. in der ehemaligen Schlieffenkaserne gearbeitet haben, beziehen jetzt ihr Büro in der Einrichtung in Rettmer, eine weitere neue Kraft kommt noch hinzu.

Aktuell bereitet die Hansestadt Lüneburg auch an anderen Standorten die Unterbringung von Flüchtlingen vor. In der Papenburg, das Gelände gehört zum Stadtteil Ochtmissen, wird zurzeit ein ehemaliges Wohn- und Hotelgebäude umgebaut. Dort entstehen in sechs Wohnungen verschiedener Größe Unterkünfte für voraussichtlich 25 Personen. Zwei erste kleine Wohnungen sollen im Juli bezogen werden. In Lüneburgs Innenstadt, Vor dem Neuen Tore, wo ehemals die Beratungs- und Betreuungsstelle MaDonna untergebracht war, werden derzeit das Haupt- und das Hinterhaus so umgebaut, dass sie als Wohnunterkünfte für bis zu 36 Personen genutzt werden können. Eine weitere Gemeinschaftsunterkunft ist am Vrestorfer Weg in konkreter Planung. Etwa ab Herbst sollen dort bis zu 58 Personen in zwei mobilen Wohngebäuden untergebracht werden.

Die Hansestadt informiert regelmäßig über den Stand der Planungen für Flüchtlinge im Lüneburger Stadtgebiet, so zum Beispiel das nächste Mal im Sozialausschuss, der am Montag, 29. Juni 2015, um 16 Uhr im Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) an der Heiligengeiststraße 29 a öffentlich tagt. Wenn die Planungen für eine größere Gemeinschaftsunterkunft konkret werden, lädt die Hansestadt Lüneburg zu Bürgerversammlungen, wie zuletzt zweimal für den Standort Vrestorfer Weg. Nähere Infos gibt es auch auf der städtischen Internetseite unter www.lueneburg.de/asyl