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Kinderbetreuung der Zukunft

emi Bienenbüttel. Seit zehn Monaten wird in den Einrichtungen der Gemeinde Bienenbüttel das neue Kindertagesstättenkonzept mit erweiterten Betreuungszeiten umgesetzt. Seit 1. August 2014 haben DRK- und St.-Michalis-Kindergarten mit ihren Krippengruppen von 6 bis 18 Uhr geöffnet. „Alles in allem ist das Konzept ein absoluter Erfolg“, sagt Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke. „Es freut uns, dass wir Familie und Beruf damit besser vereinbar gemacht haben“.

Dennoch haben die Verantwortlichen im Rathaus auch Optimierungsmöglichkeiten festgestellt. Weil die Geburtenzahlen in der Gemeinde steigen und sich viele neue Familien in den Bienenbütteler Baugebieten niederlassen, sollen außerdem die Betreuungsplätze aufgestockt werden. Mit der zukunftsweisenden Ausrichtung von Krippe und Kindergarten beschäftigten sich jetzt die Mitglieder des Bienenbütteler Ratsausschusses für Jugend, Sport, Senioren und Soziales.

Einstimmig beauftragten die Ausschussmitglieder die Verwaltung, Lösungen zu prüfen, um vor allem zwei Schwierigkeiten zu beheben: Erstens kann die Kinderbetreuung derzeit nicht tageweise gebucht werden, obwohl sich einzelne Eltern dieses flexible Angebot wünschen.

Zweitens stellen die unterschiedlichen Betreuungszeiten in Schule, Krippe und Kindergarten Eltern mit mehreren Kindern, die sich auf die verschiedenen Institutionen verteilen, vor große Probleme. Laut Verwaltungschef Franke laufen aber bereits Abstimmungsgespräche, um die Betreuungslücken zu schließen.

Der Bürgermeister will seine Gemeinde früh auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllen zu können, aber auch, um weiterhin ein familienfreundliches Betreuungsmodell anzubieten, soll im Krippenbereich räumlich aufgestockt werden. Gebaut werden könnte eine Doppelkrippe, eine Krippe mit zwei Gruppen, als Ersatz für eine schon bestehende Krippengruppe am DRK-Kindergarten, zusätzlich soll eine weitere Krippengruppe in diesem Bereich geschaffen werden.

Nach derzeitigem Stand kann die Gemeinde für die Einrichtung einer Doppelkrippe mit Fördermitteln in Höhe von 231000 Euro planen. Möglicherweise ist sogar ein Zuschuss in Höhe von 360000 Euro drin, da das Land die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren“ (RAT) ändern will. Für die volle Bezuschussung müssten allerdings Kosten in Höhe von mindestens 13000 Euro pro Krippenplatz entstehen.

Jetzt hat die Verwaltung von den Mitgliedern des Jugendausschusses einstimmig den Auftrag erhalten, die Planungen für den Krippenbau unter Einbezug der Folgeentwicklung der Kindergartenzahlen durchzuführen. Wie berichtet, hat die Gemeinde Bienenbüttel bereits 430000 Euro für den Neubau der DRK-Krippe im Haushalt 2015 bereitgestellt.

„Durch den Fachausschuss ist jetzt festgestellt worden, dass der Bedarf da ist“, sagt Dr. Merlin Franke. „Sollte die Empfehlung der Mitglieder am 2. Juli erfolgreich den Verwaltungsausschuss passieren, wollen wir noch im Juli mit den Planungen anfangen.“ Geht alles gut, sollen die baulichen Maßnahmen zum Kindergartenjahr 2016/2017 abgeschlossen sein.