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Claudio Patrik Schrock-Opitz soll neuer Chef der Lüneburg Marketinggesellschaft werden. Es gilt als Formsache, dass die Gesellschafterversammlung am Freitag zustimmt. Foto: nh
Claudio Patrik Schrock-Opitz soll neuer Chef der Lüneburg Marketinggesellschaft werden. Es gilt als Formsache, dass die Gesellschafterversammlung am Freitag zustimmt. Foto: nh

Lüneburg-Marketing GmbH: Der Neue kommt aus Norden

ca/sp Lüneburg. 13 Jahre lang war Claudio Patrik Schrock-Opitz für die Entwicklung des Tourismus im Nordsee-Kurbad Norden-Norddeich verantwortlich. Jetzt soll der Kurdirektor neuer Geschäftsführer der Lüneburg-Marketing GmbH (LMG) werden. Dafür hat sich der Verwaltungsausschuss der Stadt Lüneburg gestern in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig ausgesprochen. Nun muss am Freitag die Gesellschafterversammlung der LMG diesem Votum folgen. Doch dass das Gremium grünes Licht gibt, gilt als ausgemacht. Denn die Gesellschafterversammlung ist mehrheitlich von der Politik bestimmt. Zudem ist die Stadt Mehrheitsgesellschafterin der LMG.

Schrock-Opitz ist gelernter Hotelfachmann, Betriebs- und Touristikfachwirt. Seine Dienstzeit an der Küste ist für Lüneburgs Erste Stadträtin und kommunale Vertreterin im Aufsichtsrat, Gabriele Lukoschek, klares Indiz, „dass die Stadt Norden sehr zufrieden mit seiner Arbeit war“. Neben der Branchenerfahrung habe die kaufmännische Kompetenz des Kandidaten in den Auswahlgesprächen überzeugt. „Herr Schrock-Opitz hat zu seiner Tätigkeit als Kurdirektor zuletzt parallel die Stadtwerke der Stadt Norden geleitet“, betont Lukoschek. Außerdem sei Schrock-Opitz auch mit den überregionalen niedersächsischen Strukturen vertraut. „Lüneburg wird von seinen Kontakten, seinen Netzwerk- und Strukturkenntnissen profitieren. Und ihm selbst werden sein Wissen und seine Fähigkeiten helfen, schnell bei uns Fuß zu fassen.“

In Norden wurde der Vertrag von Schrock-Opitz nicht verlängert. Die Ostfriesen-Zeitung schrieb im Februar: „Der Vertrag des amtierenden Kurdirektors läuft zum 30. September aus. Mit dem Wechsel erhoffe man sich ,frischen Wind für die Tourismusentwicklung, wie Theo Wimberg, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsbetriebe, mitteilte. Weiterhin betonte er, dass Schrock-Opitz ,sehr viel auf den Weg gebracht habe, nun aber die Zeit für eine Veränderung sei.“ Unter seiner Ägide seien Gästezahlen von 2001 bis 2013 um 65 Prozent gewachsen. Im selben Zeitraum seien die Übernachtungszahlen um fast 500 Übernachtungen gestiegen.

Vor seiner Zeit als Kurdirektor war der Geschäftsführer in spe laut Ostfriesen-Zeitung acht Jahre lang bei der Hotelgruppe Upstalsboom in Emden beschäftigt. Zudem hatte er sich 2006 in Leer ohne Erfolg als parteiunabhängiger Bewerber um das Amt des Bürgermeisters beworben.

Schrock-Opitz würde die Nachfolge von Stefan Pruschwitz antreten. Der ging im vergangenen Jahr, nachdem die finanzielle Schieflage der Marketing GmbH bekannt geworden war. Er hat inzwischen eine neue Aufgabe in Bad Hersfeld gefunden. Als kaufmännischer Leiter und Fachbereichsleiter Kultur hat er bei der Stadt das Marketing für die Bad Hersfelder Festspiele übernommen.

Kommissarisch hatte seinen Posten in Lüneburg zunächst Gerhard Voigts übernommen, seit März fungiert Jens Sporleder als kaufmännischer Geschäftsführer. Er ist Bereichsleiter Betriebswirtschaft und Beteiligungsverwaltung sowie Controlling bei der Stadt. Auf die Stelle an der Spitze des Marketings hatten sich rund 120 Kandidaten beworben.

One comment

  1. Frischer Windmacher

    „Schrock-Opitz – dieser Name steht für Gesellschaftstanz“, schrieb die Neue Osnabrücker Zeitung im Februar 2006, „auch viele Emsländer haben im ‚Haus der Tanzkunst‘ in Leer ihre ersten Tanzschritte erlernt.“

    Nun muss der großgewachsene, glaubensfeste Protestant und ehemalige Kurdirektor aus Nörden-Nörddiek sich als Raubtier-Dompteur in einer durch Gunst-Konkurrenz geprägten Gruppe alternder Mätressen bewähren und zugleich juvenile Pirouetten mit unsern Ober-Uli und seinen Ober-Hofschranzen zwischen Rosenkönigen und Bratfleisch- bzw. Carlsberg-Distributoren hinlegen.

    Wir wünschen ihm viel Erfolg.