Aktuell
Home | Lokales | Georg-Sonnin-Schüler stellen ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor
Die Absolventen der Berufsfachschule Holztechnik an der Georg-Sonnin-Schule in Lüneburg präsentieren stolz ihre Arbeiten: Selbst entworfene und gefertigte Holzkoffer. Foto: t&w
Die Absolventen der Berufsfachschule Holztechnik an der Georg-Sonnin-Schule in Lüneburg präsentieren stolz ihre Arbeiten: Selbst entworfene und gefertigte Holzkoffer. Foto: t&w

Georg-Sonnin-Schüler stellen ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor

kre Lüneburg. Das schwarze T-Shirt mit der Aufschrift ,,Born 2b Tischler“, das Kevin Paschke und seine Klassenkameraden für den Fototermin übergezogen haben, ist für den Köstorfer mehr als nur ein modisches Accessoire: Es ist ein Bekenntnis! „Schon seit meiner Grundschulzeit kann ich mir keinen anderen Beruf mehr vorstellen“, sagt Kevin. Die Fokussierung auf sein berufliches Ziel hat sich für den Georg-Sonnin-Schüler (BBS II) bezahlt gemacht: „Ich habe einen Ausbildungsplatz in einer Tischlerei in Neestahl bekommen“, freut sich der angehende Azubi.

Tischler ist ein Beruf, der viele junge Menschen fasziniert: Es ist die Arbeit mit dem Naturstoff Holz, die vielfältige Kreativität, die dieser Beruf beinhaltet“, sagt Jürgen Rennekamp, selbst gelernter Tischler und Lehrer an der Sonnin-Schule. Rund 40 Schüler haben in den letzten Monaten die einjährige Berufsfachschule Holztechnik besucht und erste Erfahrungen gesammelt. Stolz präsentierten sie jetzt ihre Abschlussarbeiten: Selbst entworfene und gebaute Holzkoffer. Manche sogar mit filigranen Einlegearbeiten, einer schöner gearbeitet als der andere. „Die Exponate sind wirklich gut geworden“, lobt Rennekamp.

Knapp die Hälfte der Berufsfachschüler haben bereits eine Lehrstelle in einem Tischlereibetrieb sicher. „Nach Absprache mit den Ausbildungsbetrieben kann der Besuch der Berufsfachschule als erstes Ausbildungsjahr angerechnet werden“, erklärt Rennekamp. Schließlich haben die angehenden Tischler mit ihren Arbeiten gezeigt, dass sie mit dem Werkstoff Holz umzugehen wissen: Angefangen von der Planung und Konstruktion über Sägen, Bohren, Fräsen und Schleifen, das Anfertigen von Zinken-Eckverbindungen auf Gehrung bis hin zum Einlassen von Beschlägen. Auch die Kombination von Holz mit anderen Werkstoffen war Teil der Aufgabe, für die die Georg-Sonnin-Schüler insgesamt 40 Schulstunden Zeit hatten. Die meisten allerdings haben Überstunden gemacht — „die wenigsten hats gestört“, sagt Rennekamp lachend. Wenn die Arbeit Spaß macht, vergeht die Zeit eben wie im Fluge. Die Koffer dürfen die Schüler mit nach Hause nehmen. Logisch, dass man sich da nochmal besondere Mühe gibt. Sozusagen einen Koffer für die Ewigkeit gebaut.