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LKA-Forschungsprojekt „transit“: Sicherheit für mehr Lebensqualität

lz Lüneburg. In Lüneburg-Mittelfeld tut sich was! Aufgrund einer Befragung im Oktober 2014 gehen nunmehr Experten der Polizei (LKA Niedersachsen, PI Lüneburg), der Hansestadt Lüneburg und der Wohnungsbauunternehmen Ende Juni gemeinsam „auf Streife“ durch Lüneburg-Mittelfeld. Dabei inspizieren sie Straßen, Wege und Plätze, die von den Befragten als „unsicher“ benannt wurden.

Im Rahmen des Projektes „transit – Transdisziplinäre Sicherheitsstrategien für Polizei, Wohnungsunternehmen und Kommunen“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung führt das
LKA mit Partnern aktuell das Forschungsprojekt durch. Mit Hilfe der gemeinsamen Begehung wollen Polizei, Stadt und Wohnungswirtschaft dabei sogenannte „Ordnungsstörungen“ ermitteln, die das
Sicherheitsgefühl beeinträchtigen können. Dazu zählen etwa dunkle Gänge und Gebüsche, enge Wege, unbeleuchtete Hausnummern oder fehlende Beschilderungen.

Weiter geht es um die Frage, wie konkret Abhilfe geleistet werden kann. Oftmals sind dafür nämlich keine großen Lösungen erforderlich, meist reichen kleine Veränderungen aus, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Denn die Ursachen für unsichere Räume sind vielfältig. Je nachdem, ob man alt oder jung ist, ob man nachts oder tagsüber alleine oder mit anderen unterwegs ist.
Unsicherheiten entstehen dort, wo tatsächlich Kriminalität stattfindet, aber auch dort, wo die Orientierung fehlt, wo keine Gestaltung des öffentlichen Raumes vorhanden ist und wo unübersichtliche und undefinierte Übergänge vorhanden sind. Nicht selten sind es auch unbekannte Situationen, die ein ungutes Gefühl erzeugen.

Über die Anerkennung des Gebietes „Weißer Turm“ als Sanierungsgebiet besteht nun auch die Möglichkeit, auf den theoretischen Ergebnissen des Forschungsprojektes aufzubauen und diese in die Praxis zu überführen. Eine Chance, die nicht ungenutzt bleiben sollte.