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Die Schnellbuslinie 5006 will die Gemeinde Adendorf künftig abschaffen, die Robert-Schumann-Straße soll aber weiterhin angefahren werden. Foto: t&w
Die Schnellbuslinie 5006 will die Gemeinde Adendorf künftig abschaffen, die Robert-Schumann-Straße soll aber weiterhin angefahren werden. Foto: t&w

Gemeinde Adendorf will die Schnellbuslinie 5006 abschaffen und trotzdem gut erreichbar bleiben

pet Adendorf. Als die Schnellbuslinie 5006 zwischen dem Adendorfer Wohngebiet am Röthenweg und dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lüneburg Ende 2010 ihren Betrieb aufnahm, erhofften sich viele Adendorfer Pendler eine echte Zeitersparnis. In rund 20 Minuten sollte der Bus Passagiere aus der Gemeinde von deren nördlichem Ortsrand, in 15 Minuten aus dem Zentrum, zum Bahnhof bringen.

So richtig glücklich wurden die Adendorfer mit der Buslinie, für die sie anfangs 100000 Euro jährlich an die Verkehrsgesellschaft KVG überwiesen, aber nie. Vor allem, weil die Fahrt mit der 5006 gegenüber der teilweise parallel fahrenden Linie 5007 kaum Vorteile brachte, beide Linien für die Verbindung zwischen Adendorfer Ortszentrum und ZOB etwa die gleiche Zeit benötigten. Jetzt soll der Vertrag über die Schnellbuslinie 5006 zum 31. August 2015 gekündigt werden. In der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Bau, Verkehr und Grünflächen stellte Planer Rainer Dargel von der Planungsgesellschaft Verkehr (PGV) aus Hannover ein mögliches neues Konzept für den Busverkehr in Adendorf vor.

Verschiedene neue Konzepte waren in der Arbeitsgruppe Busverkehr, in der alle Fraktionen, die Verwaltung und die PGV, dazu zeitweise auch Landkreis und Hansestadt Lüneburg, vertreten waren, diskutiert worden. Die „Variante 4a/4b“ empfahlen schließlich Dargel und die Verwaltung dem Bauausschuss.

Die Variante sieht die Streichung der bisherigen Schnellbuslinie 5006 ab dem Anfang Dezember in Kraft tretenden Winterfahrplan 2015/2016 vor. Stattdessen soll die Linie 5007 künftig auf zwei Kursen durch die Gemeinde fahren — im zeitversetzten Stundentakt.

Für viele Adendorfer bedeutet das eine Beibehaltung des Halbstundentakts für ihre Busverbindung nach Lüneburg. Wer zum Beispiel im Gebiet zwischen Kirchweg und Im Suren Winkel wohnt, muss aber künftig vor seiner Abfahrt prüfen, ob er eine Haltestelle am Kirchweg oder Im Suren Winkel nutzt. Beibehalten werden soll bei der neuen Regelung, dass der Röthenweg bis hinauf zur Robert-Schumann-Straße angefahren wird. Die Haltestelle Erbstorf-Heinrich-Heine-Siedlung wird von der Linie 5007 weiterhin stündlich angefahren, die Haltestelle Erbstorf-Wendeplatz nur noch stündlich.

Von der Neuregelung erhoffen sich die Adendorfer auch eine erhebliche Kostenersparnis: Knapp 48000 Euro überweist die Gemeinde Adendorf in diesem Jahr für die „5006“ an die KVG, rund 54000 Euro fließen für den Busverkehr an die Hansestadt Lüneburg. Alles in allem, so Bauamtsleiter Christian Ninnemann, erhoffe man sich von der Neuregelung eine Halbierung der Kosten. Das überzeugte auch die Mitglieder des Bauausschusses, die die Kündigung des Vertrags über die Schnellbuslinie 5006 und die Verwirklichung der Variante 4a/4b einstimmig dem Verwaltungsausschuss empfahlen.