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Das Neubaugebiet Ilmenaugarten auf dem Areal der ehemaligen Wittenberger Bahn. Foto: be
Das Neubaugebiet Ilmenaugarten auf dem Areal der ehemaligen Wittenberger Bahn. Foto: be

Ilmenaugarten kann wachsen

as Lüneburg. Grünes Licht für den Bebauungsplan „An der Wittenberger Bahn“. Der 1. Senat des Lüneburger Oberverwaltungsgerichts (OVG) hat mit dem Urteil von Mittwoch die Normenkontrollklage von Anwohnern gegen den Bebauungsplan der Stadt abgelehnt. Mit diesem hatte die Stadt das Neubaugebiet Ilmenaugarten westlich der Bahntrasse geplant.

Wie berichtet, war der Bebauungsplan für das Neubaugebiet Ilmenaugarten auf dem Areal der ehemaligen Wittenberger Bahn im März 2013 rechtskräftig geworden. Das OVG hatte diesen Plan jedoch am 10. März vergangenen Jahres außer Kraft gesetzt. Denn Anwohner des Blümchensaals und des Deutsch Evern Weges hatten eine Normenkontrollklage beim OVG erhoben. Der Grund: Sie befürchteten nicht nur mehr Lärm durch zusätzlichen Autoverkehr, sondern waren auch in Sorge, dass die sogenannte Riegelbebauung, die für das Neubaugebiet geplant ist, den vorhandenen Bahnlärm in Richtung ihrer Häuser reflektieren und verschlimmern könnte.

Die Stadt habe dies nicht mit dem ihm zukommenden Gewicht in den Abwägungen berücksichtigt, argumentierte das OVG und setzte den Bebauungsplan deshalb außer Kraft. Allerdings mit der Option, dass die Stadt den Plan überarbeiten konnte.

Eine OVG-Sprecherin erklärte nun zu dem aktuellen Urteil: „Die Stadt hat jetzt den Fehler behoben und die Lärmfragen ausreichend bewältigt.“ Soweit sich zusätzlicher Lärm durch mehr Verkehr auf der Konrad-Adenauer-Straße und der Friedrich-Ebert-Brücke ergebe, „begegnet sie dem ausreichend durch die Verpflichtung, dort Flüsterasphalt einzubauen“. Zusätzlicher Bahnlärm, der zu Lasten des Blümchensaals durch die Reflexion an Gebäuden im Ilmenaugarten entstehe, sei den Anliegern zumutbar. „Weitere Möglichkeiten zur Lärmminderung wären wenig effektiv und unverhältnismäßig aufwendig.“ Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht haben die Lüneburger Richter nicht zugelassen.

Die Stadt freut sich über die Entscheidung des Gerichts. „Wir sehen dies als Bestätigung dafür, dass die beteiligten Mitarbeiter der Stadt die Anregungen des Gerichts aufgenommen, verstanden und sorgfältig nachgearbeitet haben. Damit ist der Bebauungsplan wirksam, und wir haben ab sofort für das Areal An der Wittenberger Bahn wieder geltendes Baurecht. Das heißt, dass Bauanträge für das Areal auf dieser Grundlage abgearbeitet werden können. Das ist eine gute Nachricht“, erklärte Pressesprecherin Suzanne Moenck.

Freude herrscht auch bei Manfred Schulte, Geschäftsführer der Ilmenaugarten GmbH & Co. KG, die das Areal erschlossen hat, und den Investoren, die dort Grundstücke erworben haben. Mit dem Bau der ersten Gebäude solle nun bald begonnen werden, kündigte Schulte nach dem Urteil an. Entstehen sollen auf dem Gelände überwiegend Wohnungen, aber auch kleine Läden, Büros und Gewerbe.

One comment

  1. Na dann geht’s mit Evakuierungen ja weiter.