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Eine Sauna muss rustikal sein, damit sie gemütlich ist, findet SaLü-Geschäftsführer Dirk Günther (l.). Entsprechend haben er und sein Mitarbeiter Uwe Niedergesäß die frühere Kamin-Sauna umgerüstet und ihr auch gleich einen neuen Namen verpasst. Sie heißt jetzt Giebel-Sauna. Foto: be
Eine Sauna muss rustikal sein, damit sie gemütlich ist, findet SaLü-Geschäftsführer Dirk Günther (l.). Entsprechend haben er und sein Mitarbeiter Uwe Niedergesäß die frühere Kamin-Sauna umgerüstet und ihr auch gleich einen neuen Namen verpasst. Sie heißt jetzt Giebel-Sauna. Foto: be

Wartungsarbeiten im SaLü: Schwitzen wird teurer

us Lüneburg. Badewelt? Wellness-Atmosphäre? Rutschvergnügen? Davon ist einen Tag vor der Eröffnung der Lüneburger Salztherme „SaLü“ nicht viel zu spüren. Überall wird gehämmert, gesägt und gebohrt, an allen Ecken und Enden schrauben und polieren Handwerker und bringen die Technik auf Vordermann. „Auch wenn es jetzt noch nicht danach aussieht, morgen ist alles wie geplant fertig“, verspricht SaLü-Geschäftsführer Dirk Günther.

Er weiß, wovon er spricht, schließlich ist es nicht das erste Mal, dass er Handwerker im Haus hat. Die Arbeiten gehören zu den Pflichtübungen, die das SaLü turnusmäßig einmal pro Jahr durchführen lässt. Neben Schönheitsreparaturen an den von der Sole angegriffenen Edelstahlteilen oder Malerarbeiten an Decken und Wänden wird dann stets auch das gesamte Wasser aus den Becken abgelassen und durch neues Trinkwasser ersetzt. Knapp vier Tage dauert der Vorgang, bis die 1,35 Millionen Liter in die Bassins gepumpt sind. Parallel wird Sole zugesetzt, am Ende liegt der Salzgehalt zwischen einem und vier Prozent.

Reine Sole mit einem Gehalt von 26 Prozent und „nahezu komplette Schwerelosigkeit“ können Besucher in der Floating-Muschel genießen. In diesem Jahr musste für den Muschel-Pool etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Teile der Technik waren defekt, Ersatzteile nicht mehr zu bekommen. Doch man hatte Glück, die Berliner Wartungsfirma hatte noch ein komplettes Ersatz-Exemplar, das günstig erworben werden konnte.

Nicht gebraucht sondern neu sind zwei Dampfbäder im Saunabereich. Die frühere Kamin-Sauna wurde zur Giebel-Sauna mit rustikaler Ausstattung. In der ebenfalls neuen „Lüneburger Birkensauna“ gibt es neben viel heißer Luft zum Saunagang künftig auch einen Birkensaft-Trunk. Auch die acht Fußbecken im Saunabereich wurden neu angeordnet. Bereits komplett überarbeitet wurden zwei Umkleidebereiche, das Fitness-Studio und der Büro-Seminar-Trakt, außerdem musste der Brandschutz an neueste Standards angepasst werden.
Mit rund vier Millionen Euro schlagen die Instandhaltungsarbeiten zu Buche, hinzu kommen 2,5 Millionen Euro für das neue Kursbecken, das aber erst Ende März fertig sein wird. „Wir sind aber auch hier im Zeit- und im Kostenrahmen“, versichert Günther.

Wer den neuen Saunabereich besuchen will, muss ab 1. Juli etwas tiefer in die Tasche greifen. Grund ist die bundesweite Anhebung der Umsatzsteuer für Saunabäder von bislang sieben auf dann 19 Prozent. Denn nach neuer Definition des Bundesfinanzministeriums dient Saunabaden nicht mehr primär der Gesundheit, sondern lediglich dem Wohlbefinden. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr“, sagt Günther, der die Umsatzsteueranhebung aber auch für eine weitere Anhebung der Sauna-Preise nutzt. Seine Begründung: „Wir haben acht Jahre lang unsere Standardtarife nicht angepasst.“ Statt bisher 15,80 Euro kostet die Tageskarte inclusive Saunabereich dann künftig 18,50 Euro.