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Die Kreuzungen im Landkreis, an denen sich die Unfälle häufen, stellte Andreas Dobslaw jetzt im Betriebs- und Straßenbauausschuss vor: Der Abzweig von der Kreisstraße 46 (ehemalige B4) nach Wittorf (Nummer 1), der Bardowicker Kreisel (2), der Adendorfer Mini-Kreisel (3), die Kreuzung nördlich von Melbeck (4), die Kreuzung B209/L219 in Hohnstorf (5) und die Landesstraße  244 bei Stiepelse (6). Grafik: hm
Die Kreuzungen im Landkreis, an denen sich die Unfälle häufen, stellte Andreas Dobslaw jetzt im Betriebs- und Straßenbauausschuss vor: Der Abzweig von der Kreisstraße 46 (ehemalige B4) nach Wittorf (Nummer 1), der Bardowicker Kreisel (2), der Adendorfer Mini-Kreisel (3), die Kreuzung nördlich von Melbeck (4), die Kreuzung B209/L219 in Hohnstorf (5) und die Landesstraße 244 bei Stiepelse (6). Grafik: hm

Kritische Kreuzungen – Kreisausschuss nimmt Unfallschwerpunkte unter die Lupe

kre Lüneburg. Die gute Nachricht vorweg: „Viel Grund zur Sorge gibt die Unfalllage im Landkreis nicht“, betonte Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte der Polizei und Leiter der Unfallkommission Lüneburg. Dennoch gibt es im Landkreis sechs Kreuzungen und Straßen, die der Polizei und den Verkehrsbehörden Kopfzerbrechen bereiten, weil sie in den vergangenen zwei Jahren als sogenannte „Unfallhäufungsstellen“ aufgefallen sind. Um welche Unfallschwerpunkte es sich dabei handelt, stellte Dobslaw jetzt im Betriebs- und Straßenbauausschuss des Kreistages vor.

Besonders im Fokus der Unfallkommission wird in nächster Zeit die Kreuzung am Ortseingang von Melbeck stehen. Hier treffen die Bundesstraße 4, die Landesstraße 233 Richtung Embsen und die Kreisstraße 7 Richtung Deutsch Evern aufein­ander. „Diese Kreuzung ist die am stärksten belastete im Landkreis“, ist Dobslaw überzeugt. 18 Verkehrsunfälle mit einem Schwer- und zehn Leichtverletzten registrierte die Polizei in den vergangenen zwei Jahren. „Da muss etwas passieren.“ Eine Patentlösung, wie dieser vielbefahrene Verkehrsknoten sicherer gemacht werden kann, gibt es Dobslaws Worten zufolge aber noch nicht.

Rätsel gibt den Verkehrsexperten auch die Kreuzung B209/L219 in der Gemeinde Hohnstorf/Elbe auf. Sieben Mal krachte es in diesem Bereich, acht Personen wurden bei den Unfällen verletzt, einige von ihnen schwer. Um den möglichen Unfallursachen auf den Grund zu gehen, will die Polizei in diesem Bereich nun auch mit sogenannten Zählplatten arbeiten, um die Geschwindigkeit der Autofahrer zu ermitteln.

Reagiert haben die Straßenbauer bereits an anderer Stelle: Die Kurve der Landesstraße 244 bei Stiepelse in Amt Neuhaus war für viele Motorradfahrer in der Vergangenheit tückisch. Die Kurve zieht sich. Manchem Biker ging deshalb der Asphalt aus, er landete im Graben. Jetzt wurde die Kurve mit einer Schutzplanke mit Unterfahrschutz gesichert.

„Weiter beobachten“ wollen die Verkehrsbehörden den Bardowicker Kreisel an der Kreisstraße 46/Schwarzer Weg: 13 Unfälle wurden hier in den vergangenen zwei Jahren der Polizei gemeldet. Gleiches gelte auch für die Kreisstraße 46 in Wittorf, das sogenannte Wittorfer Eck, an dem insgesamt neun Personen bei Unfällen leicht verletzt wurden.

Dass auch ,,kleine Lösungen“ Großes bewirken können, machte Dobslaw dann deutlich: „Der Adendorfer Mini-Kreisel (Grüner Weg/Schwarzer Weg/Kirchweg) sorgt zwar ob seiner Größe bei vielen für Belustigung, doch seit seinem Bau hat es keinen Unfall mehr gegeben“. Der Kreisel sei aber nach wie vor unter Beobachtung.

One comment

  1. Ich wünsche mir inständig, dass der Bardowicker Kreisel nicht bloß beobachtet wird.
    Dort fahren täglich viele Schüler mit dem Rad nach Lüneburg entlang, fast jedes Mal werden sie von den PKW, die aufgrund der Mini- Größe des Kreisels schon mit dem Beobachten des PKW- Verkehrs ausgelastet sind, schlichtweg übersehen. Muss erst ein Kind ernsthaft verletzt werden? BITTE, BITTE tun Sie dort was!