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Claudio Patrik Schrock-Opitz am Lüneburg-Modell. Künftig will er das Leben in der Hansestadt entscheidend mitgestalten. Foto: t&w
Claudio Patrik Schrock-Opitz am Lüneburg-Modell. Künftig will er das Leben in der Hansestadt entscheidend mitgestalten. Foto: t&w

Lüneburg Marketing GmbH: Der Neue kommt im Käfer

us Lüneburg. Die Lüneburg Marketing GmbH (LMG) hat einen neuen Geschäftsführer. Einstimmig beschloss die Gesellschafter-Versammlung, Claudio Patrik Schrock-Opitz mit den Geschicken der LMG zu betrauen. Sie folgte damit dem in der vergangenen Woche getroffenen Vorschlag des Verwaltungsrates der Stadt Lüneburg als Mehrheitsgesellschafterin der LMG.

„Wir sind absolut sicher, dass er der richtige Mann ist“, sagte Gabriele Lukoschek, Erste Stadträtin und kommunale Vertreterin im Aufsichtsrat der Marketinggesellschaft. Die Findungskommission, die unter 120 Bewerbungen auszuwählen hatte, habe hart gearbeitet, letztlich habe Schrock-Opitz das Gremium aufgrund seiner Erfahrungen in der Tourismusbranche und im kaufmännischen Bereich überzeugt.

„Ich bin froh und stolz, dieses Amt antreten zu dürfen. Das professionelle Auswahlverfahren hat mich in meiner Entscheidung, nach Lüneburg zu kommen, bestätigt“, sagte der selbstbewusst auftretende designierte Marketing-Chef, der zu seinem Einstand in Lüneburg Blumen in den Stadtfarben bekam. Die Geschicke der LMG wird der gelernte Hotelfachmann, Betriebswirt und Touristikfachwirt vom 1. Oktober an leiten, er bringt die Erfahrung von mehr als 13 Jahren als Kurdirektor des Nordseeheilbades Norden-Norddeich mit (LZ berichtete).

Lüneburg habe nicht nur viele Alleinstellungsmerkmale, die Stadt sei auch ein „Qualitätsversprechen“, hob Schrock-Opitz hervor. Er kündigte an, das bereits hohe Besucheraufkommen nicht nur halten, sondern weiter ausbauen zu wollen, unter anderem durch Intensivierung der Zusammenarbeit mit den regionalen Verbänden wie der Lüneburger Heide GmbH oder der Metropolregion. „Beim Kreuzfahrt-Tourismus darf Lüneburg nicht links liegen bleiben.“

Schrock-Opitz lobte, dass es in der Stadt seit 50 Jahren City-Management-Aktivitäten gebe und seit fast 20 Jahren das Stadtmarketing, betonte aber auch, dass Marketing heute weit über Event-Organisation hinausgehe. Seinen Fokus wolle er unter anderem auf Formen des Cross-Marketings beispielsweise mit dem SaLü oder anderen Einrichtungen richten und auf das Benchmarking, also die Orientierung und Ausrichtung am jeweils Besten.

„Der Markt wartet auf niemanden“, erklärte Schrock-Opitz, wer nicht am Ball bleibe, lande schnell auf einem hinteren Platz. Ziel sei es, Gutes weiterzuentwickeln, gemeinsam mit den Schüsselakteuren der Stadt. Dabei gelte es zunächst, künftige Handlungsfelder abzustimmen, um „Dubletten“ zu vermeiden. Zur Fortsetzung konkreter Projekte wie Stadtfest oder anderen städtischen Veranstaltungen wollte er sich erst nach Einarbeitung äußern.

Nicht nur die Stadt, auch die übrigen Gesellschafter zeigten sich von dem Neuen angetan. Heiko Meyer vom Verein Lüneburger City-Management (LCM) erklärte: „Herr Schrock-Opitz ist ein Fachmann auch fürs Wirtschaftliche. Das lag allen Gesellschaftern sehr am Herzen.“ Kaufleute-Präsident Martin Aude unterstrich neben den Management-Qualitäten des künftigen Stadtmarketing-Chefs die Unerschrockenheit, Selbstsicherheit und das Talent, Menschen zu überzeugen und mitzunehmen „Eigenschaften, die wir in Lüneburg gut gebrauchen können“.

Schrock-Opitz, Jahrgang 1966, ist derzeit in Lüneburg auf Wohnungssuche, zusammen mit seiner Lebensgefährtin will der Vater von zwei erwachsenen Söhnen möglichst schnell nach Lüneburg kommen. Dann wird er auch seinen VW-Käfer Baujahr 1959 mitbringen, den er derzeit komplett neu aufbereitet. Ein Kennzeichen habe er sich für den Oldtimer bereits reservieren lassen.