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Die vielen Fahrzeuge auf dem Platz Am Sande sind dem Bürgerverein ein Dorn im Auge. Foto: t&w
Die vielen Fahrzeuge auf dem Platz Am Sande sind dem Bürgerverein ein Dorn im Auge. Foto: t&w

Bürgerverein Lüneburg: Der Verkehr bleibt das größte Ärgernis

ahe Lüneburg. Lüneburg ist eine lebenswerte Stadt. Daran haben auch Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit ihren Anteil. Die Kulturbäckerei zum Beispiel, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einer stark frequentierten Erlebnis-Welt für Kunstinteressierte entwickelt hat. Oder die roten Fahrräder von StadtRad, die sich jeder günstig, für weniger als eine halbe Stunde sogar kostenlos mieten kann. Doch auch in einer lebenswerten Stadt gibt es Verbesserungspotenzial, vor allem in Sachen Verkehr. Davon wäre weniger auf dem Platz Am Sande wünschenswert, dafür mehr Parkplätze am Theater, findet der Bürgerverein Lüneburg. Er stellt heute (19 Uhr, Museum Lüneburg) seine aktuelle „Rot-Blau-Weiße Mappe“ vor, in der er einmal jährlich Stellung bezieht zum kommunalen Geschehen in der Hansestadt.

Kulturbäckerei und Leihfahrräder sind zwei Punkte, die der Verein positiv bewertet. Lob gibt es außerdem für
den neugestalteten Radweg an der Erbstorfer Landstraße bei Gut Olm;
das neue Warnschild zum Schutz von Radfahrern an der Dahlenburger Landstraße/Ecke Pulverweg;
das neue Museum;
die angelegte Heidefläche am Munstermannskamp;
das restaurierte Mosaik der von Sternschen Druckerei Am Sande;
das Buch „Lüneburger Zeitzeugen 1000 Jahre im Landkreis verwurzelt“;
den umgestalteten Spielplatz an der Bastion, der aus Sicht des Vereins viel besser angenommen werde, als er es selbst prognostiziert hatte;
den Umbau der Kreuzung Lise-Meitner-Straße/Auf der Hude.
Dem Lob stehen Tadel gegenüber zu Entwicklungen oder Situationen, in denen sich der Bürgerverein Verbesserungen wünscht. Kritik gibt es neben dem Parkplatzmangel am Theater und dem hohen Verkehrsaufkommen auf dem Platz Am Sande auch an
der Parksituation rund um den Filmpalast;
zu wenige Parkplätze am neuen Museum;
der Forderung, das Pferd aus dem Wandrahmpark zu entfernen;
Fahrradfahrern, die das Verbot ignorieren und die Schießgrabenstraße in Richtung Norden befahren, und dass das Verbot nicht wirksam kontrolliert wird;
fehlenden Abstellplätzen für Fahrräder am Kalkberg;
einer fehlenden Hinweistafel am Rathaus auf das dortige Glockenspiel.
Für die Stadt nimmt Oberbürgermeister Ulrich Mädge in der Mappe Stellung. Große Hoffnung auf Veränderungen bei den kritisierten Punkten lassen sich daraus allerdings nicht ableiten.