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Von 2016 bis 2020 sollen 5,3 Millionen Euro für die Inklusion fließen. Foto: A./t&w
Von 2016 bis 2020 sollen 5,3 Millionen Euro für die Inklusion fließen. Foto: A./t&w

Das Ziel ist ein barrierefreies Lüneburg

as Lüneburg. In Stadt und Landkreis Lüneburg leben etwa 20000 Menschen mit Behinderung. Ihnen allen muss ein barrierfreier Zugang zu Geschäften, Arztpraxen und öffentlichen Gebäuden möglich sein, sagt Ernst Bögershausen von den Grünen. Doch wie sieht es aus bei den Eingängen zu öffentlichen Gebäuden, gibt es dort noch Barrieren für behinderte und alte Menschen, und was unternimmt die Stadt, um sie abzuschaffen? Das wollte Bögershausen in einer Anfrage für die jüngste Ratssitzung wissen auch mit Blick auf das neue Museum, bei dem bei der Eröffnung der Zugang nicht einwandfrei funktioniert habe.

Stadtbaurätin Heike Gundermann erklärte: Beim Eingang zum Museum hätte man keine Rampe installieren können, da diese etwa 40 Meter lang hätte sein müssen, um den Höhenunterschied zu bewältigen. Deshalb gebe es einen Hublift, der Schlüssel dafür sei für jeden in einem Kasten zugänglich. Im übrigen verfüge das Haus über Aufzüge, Rampen und ein behindertengerechtes WC sowie eine Leitmarkierung, die sehbehinderten Menschen den Zugang zum Kassenbereich ermögliche. Außerdem erhalte das Museum noch Beschriftungen in Blindenschrift.

Kitas, Schulen, kulturelle Einrichtungen und Krankenhäuser würden im Rahmen von größeren Baumaßnahmen möglichst barrierefrei gestaltet. Das gelte auch für Straßen, Wege und Plätze. Bei Verwaltungsgebäuden, die sich überwiegend im Stadtkern befinden, gestaltet es sich schwieriger. Denn es sind fast ausnahmslos Baudenkmäler, deren Erhaltung gesetzlich geregelt ist. Trotzdem sei die Stadt bemüht, die Voraussetzungen für Barrierefreiheit zu verbessern. Ratsbücherei, Glockenhaus und Stadtarchiv seien ganz oder teilweise barrierefrei zu nutzen.

Im Rahmen des Bildungsfonds, den die Stadt aufgestellt hat, um die Gebäudesanierung, den Brandschutz und die energetische Sanierung in Kitas und Schulen zu verbessern, solle auch im Bereich Inklusion eine deutliche Verbesserung herbeigeführt werden, sagte Heike Gundermann. Von 2016 bis 2020 sollen mehr als 5,3 Millionen Euro für Inklusionsmaßnahmen bereitgestellt werden.