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Auf der Jagd nach Riesen-Seifenblasen sind viele Kinder beim Stadtteilfest, wie hier der zweijährige Fabian Hentzschel. Foto: t&w
Auf der Jagd nach Riesen-Seifenblasen sind viele Kinder beim Stadtteilfest, wie hier der zweijährige Fabian Hentzschel. Foto: t&w

Stadtteilfest auf dem Bockelsberg: Bunte Blasen begeistern

mm Lüneburg. Extra aus Bad Bevensen ist Familie Hentzschel am Sonnabend zum Stadtteilfest am Bockelsberg gekommen, um alte Bekannte wiederzutreffen Papa Marcel Hentzschel hat lange Zeit in Lüneburg gelebt. Eines stört ihn allerdings beim Wiederkommen in seine alte Heimat: „Der Regen hätte nicht sein müssen.“ Der Stimmung jedoch tun die zwischenzeitlichen nassen Ergüsse keinen Abbruch.

Aufgeregt laufen Kinder schwebenden Riesen-Seifenblasen auf dem Festplatz, der Straßenkreuzung von Gauß- und Röntgenstraße, hinterher. Auf dem Spielfeld des Lebend-Kickers messen sich Jung und Alt, an den Ständen herrscht reger Betrieb. Kindergärten und Kitas, Wichernhaus und Friedenskirche und nicht zuletzt das Geschwister-Scholl-Haus informieren über ihre Angebote. Dazwischen steht Pastor Bernd Skowron von der Kreuzkirche, er beschreibt die drei Säulen des Festes: „Musik, vielseitiges Essen, Spiel und Spaß für Kinder und Jugendliche.“ Nicht nur beim Lebend-Kicker, auch das Spielmobil, ein altes Feuerwehrfahrzeug im Besitz der Stadtjugendpflege, wird okkupiert, genau wie die riesige Hüpfburg.

Zum Auftakt feiern die Besucher einen Gottesdienst in der Kreuzkirche. Michael Hasenauer, Leiter der katholischen Hochschulgemeinde, predigt. Es geht um Perspektiven: „Wie schaue ich auf den Stadtteil, aber auch auf mich selbst?“ Diese Frage wirft er auf. Es gebe ganz unterschiedliche Sichtweisen, für die müsse Verständnis walten, meint er.

Dass es viele Perspektiven gibt, bezeugen rund 5400 Einwohner am Bockelsberg. Zum Fest kommen auch Besucher aus nahegelegenen Stadtteilen wie Rettmer oder Häcklingen. Sie bekommen auch Musik geboten. Zuerst spielt der Leuphana-Chor unter Leitung von Dobrinka Kojnova-Biermann in der Kreuzkirche, dann stehen auf der Bühne draußen vor der Kirche das Bandprojekt 3 von Elektromeister Bockelmann und die Jugendband Tonausfall. Zwischendurch greift ein Bewohner des Wichernhauses zur Gitarre, zu der Musik trödeln Besucher über den Flohmarkt, nahe der Bühne.

Organisiert hat das Fest, das alle zwei Jahre stattfindet, die Stadtteilrunde vom Bockelsberg, federführend die Kreuzkirche und das Geschwister-Scholl-Haus. Sozialpädagogin Martina Schellin ist Hauptorganisatorin, sie sagt: „Das Fest wächst von Jahr zu Jahr, es präsentieren sich immer mehr Initiativen“. Pastor Skowron unterstützt: „Schon durch die Vorbereitungsarbeit wachsen die Initiativen zusammen.“ Er betont auch, die „sozialverträglichen Getränke- und Essenspreise“. Denn jeder Bürger solle miteinbezogen werden. Die Verkaufserlöse und weitere Spenden haben schon eine Verwendung sie sind bestimmt für das nächste Stadtteilfest.

One comment

  1. Ein kleines, aber feines sympathisches Fest. Schön, dass es so etwas noch gibt.