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Nach zweieinhalb Jahren Arbeit konnten die Edendorfer am Sonnabend die Einweihung der renovierten Dorfscheune feiern. Damit ist das Leader-Projekt Von Stein zu Stein abgeschlossen. Foto: cw
Nach zweieinhalb Jahren Arbeit konnten die Edendorfer am Sonnabend die Einweihung der renovierten Dorfscheune feiern. Damit ist das Leader-Projekt Von Stein zu Stein abgeschlossen. Foto: cw

Edendorf: Stein für Stein zum neuen Heim

cw Edendorf. Zweieinhalb Jahre lang haben die Edendorfer geschuftet. Stein für Stein und Wand für Wand haben sie die alte Scheune auseinandergenommen und neu aufgesetzt. Am Wochenende feierte das Dorf nun endlich die offizielle Einweihung der Dorfgemeinschaftsscheune mit einem großen Fest rund um Scheune und Feuerwehr.

„Mein Dank gilt allen, die sich an diesem Projekt beteiligt haben“, sagte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Franke. „Ich bin stolz darauf ein Edendorfer zu sein. In seiner Festrede ließ der Ortsvorsteher die Geschichte des Umbaus Revue passieren. Die Scheune gehört zum sogenannten Basse-Hof und wurde 1855 im historischen Dorfkern gebaut. Den Hof gibt es schon lange nicht mehr, aber die Scheune blieb. Schließlich entstand die Idee, sich mit der Sanierung des Gebäudes und Umgestaltung zum Dorfgemeinschaftshaus am Leader-Projekt zu beteiligen. Die Renovierung der Scheune ist Kern des Projektes „Von Stein zu Stein Von der Dorfscheune zum Steingrab Edendorf“, das mit Leader-Mitteln in Höhe von insgesamt 22000 Euro gefördert wird. 20000 Euro übernahm zusätzlich die Gemeinde Bienenbüttel.

2012 begannen die Gespräche mit Statikern und Architekten, die das Projekt skeptisch sahen. Mit zusätzlichem Fachwerk und Andreaskreuz sowie einer Erweiterung des Fundamentes an der Nordseite konnte die Statik der Scheune schließlich gesichert werden.

Danach ging es an die mühselige Arbeit, Stein für Stein aus den Gefachen heraus zunehmen, die Steine zu säubern und teilweise wieder einzusetzen. Nur an der Nordseite sind neue Ziegel verbaut worden. „Hier waren monatelang Mann, Frau und Kinder auf den Beinen, um das zu leisten“, lobte Franke den Einsatz. Insgesamt kamen mehr als 4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen. Unterstützung bekamen die Edendorfer von den Berufsschulen Uelzen und Lüneburg.
Zum Schluss blieb trotz der Förderung über Leader noch ein kleines Defizit von 3500 Euro. Doch auch das war kein Problem: Der Dorfverein „Unser Edendorf“ sah es als Ehrensache an, das zu übernehmen.

Mit drei Live-Bands, Theater und Ausstellungen feierten die Edendorfer noch bis in die Nacht ihren neuen Treffpunkt, an dem fast jeder von ihnen Hand angelegt hat. In den Gefachen sieht man die Kreativität der Dörfler, denn sie sind alle anders ausgefallen.