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Oskar Gröning sagte heute erneut im Auschwitz-Prozess an der Lüneburger Ritterakademie aus. Foto: A/phs
Oskar Gröning sagte heute erneut im Auschwitz-Prozess an der Lüneburger Ritterakademie aus. Foto: A/phs

NS-Prozess: Gröning sagt erneut aus — Erwartungshaltung der Opfer bleibt unbedient +++ mit LZplay-Video

ca Lüneburg. Die Erwartungen waren groß an Oskar Gröning. Der Angeklagte im Auschwitz-Prozess wollte sich erneut äußern, doch was er durch seine Anwältin Susanne Frangenberg verlesen ließ, ging manchem im Saal nicht weit genug. Seine Mitschuld am Massenmord im Konzentrationslager einzuräumen, sei zu wenig, sagte Thomas Walther, einer der Anwälte der Nebenkläger: „Ich habe keinen Erleichterungsruf hinter mir gehört.“

Hinter ihm saßen Überlebende des Lagers und deren Angehörige. „Ich hätte mir gewünscht, dass er seine Rolle genauer beschreibt, dass er erkennt, wie wichtig er als Rädchen im Getriebe war. Dass er sich entschuldigt, bei den Männern und Frauen, die hier sitzen.“

Gröning, dem Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen vorgeworfen wird, hatte schon Beginn des Prozesses eingeräumt, eine moralische Mitschuld zu tragen. Das klang heute nicht anders: „Mir ist bewusst, dass ich mich durch meine Tätigkeit in der Häftlingsgeldverwaltung am Holocaust mitschuldig gemacht habe, mag mein Anteil auch klein gewesen sein.“

Lesen Sie alle Details zum heutigen Prozesstag morgen in der LZ

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