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Foto: A./t&w
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Internationales Forschungszentrum für Nachhaltigkeit an der Leuphana

uni Lüneburg. Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg sollen ihre internationalen Kooperationen ausgebaut werden. Gemeinsam mit der Arizona State University (USA) gründete sie jetzt in Lüneburg das Center for Global Sustainability and Cultural Transformation (CGSC). Mit der neuen Einrichtung wollen die Hochschulen ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre verstetigen. Dazu werden sie gemeinsame Projekte auf den Weg bringen, die sich disziplinenübergreifend mit zentralen Problemen moderner Gesellschaften beschäftigen. Forschung zu Nachhaltigkeitsfragen und kulturellem Wandel soll im Zentrum der Arbeit stehen.

Die beiden Universitäten arbeiten bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in verschiedenen Lehr- und Forschungsprojekten zusammen. Schon 2012 starteten sie gemeinsam das von der Stiftung Mercator geförderte Global Classroom-Projekt. Deutsche und amerikanische Bachelor-Studierende forschen und lernen mit Hilfe von modernsten E-Learning-Instrumenten und während kurzer Präsenzphasen an beiden Hochschulen gemeinsam an realen Nachhaltigkeitsproblemen. Auch die gemeinsamen Forschungsanstrengungen tragen bereits Früchte. Wissenschaftlern beider Hochschulen gelang im vergangenen Jahr die Einwerbung eines millionenschweren Drittmittelprojekts zur Nachhaltigkeitsforschung bei der VolkswagenStiftung.

Im kommenden Wintersemester starten die Hochschulen den gemeinsam entwickelten Masterstudiengang „Global Sustainability Science“. Das zweijährige Studienprogramm ist geprägt von Themen der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Die Studierenden verbringen jeweils ein Semester an der Partneruniversität und erwerben so zusätzlich interkulturelle Kompetenzen. Absolventen erhalten den Abschluss beider Universitäten.

Die internationale Vernetzung auf dem Gebiet der Bildung und Forschung für nachhaltige Entwicklung ist ein weiteres gemeinsames Anliegen der Partnerhochschulen. Sie haben gemeinsam mit weiteren Partneruniversitäten im März dieses Jahres in Lüneburg das Network of Programs in Transformational Sustainability (NEPS) offiziell ins Leben gerufen. Ihm gehören Universitäten aus Europa, Afrika, Asien, Mittel- und Nordamerika an, die Studienprogramme im Bereich der Nachhaltigkeitswissenschaft anbieten.

Hintergrund:

Die ASU hat an ihren verschiedenen Standorten insgesamt gut 80.000 Studierende. Rund 3.000 Wissenschaftler sind an der Universität beschäftigt. Unter dem Schlagwort „New American University“ durchlief die ASU ab 2002 unter ihrem Präsidenten Michael M. Crow einem Reformprozess, der zu einer strukturellen und strategischen Neuausrichtung der Universität führte. Der stärkere Austausch mit der Gesellschaft, die konsequente Ausrichtung auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sowie die Bündelung von Instituten in übergeordneten, interdisziplinär ausgerichteten Einheiten sind nur einige Aspekte dieses Prozesses. Die ASU gilt als Vorbild für reformwillige staatliche Universitäten in den USA.