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Haben allen Grund zur Freude: Karl Reinhold Mai (l.) und Thomas Piehl präsentierten dem Verwaltungsrat jetzt einen Geschäftssbericht mit ausnehmend guten Zahlen. Foto: t&w
Haben allen Grund zur Freude: Karl Reinhold Mai (l.) und Thomas Piehl präsentierten dem Verwaltungsrat jetzt einen Geschäftssbericht mit ausnehmend guten Zahlen. Foto: t&w

Sparkasse Lüneburg legt Jahresabschluss 2014 vor

ahe Lüneburg. Für Karl Reinhold Mai ist es der vorletzte Geschäftsbericht, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Lüneburg geht nächstes Jahr in den Ruhestand. Und er übergibt seinem Vorstandskollegen Thomas Piehl, der dann einen Stuhl aufrücken wird, ein gesundes Unternehmen. Davon zeugen die Zahlen von 2014, die das Führungsduo jetzt dem Verwaltungsrat vorgelegt hat. Unter dem Strich steht ein Jahresüberschuss von 3,8 Millionen Euro. „Es war ein gutes Jahr. Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten und sogar noch übertroffen“, sagt Mai zufrieden. „Wir haben die Kosten gehalten und die Erträge gesteigert. In jedem Geschäftsbereich sind wir gewachsen. Das ist vor allem auf die besondere Leistung der Mitarbeiter zurückzuführen.“

Die Bilanzsumme ist auf 2,5 Milliarden Euro gewachsen. Damit festige die Sparkasse ihre Position als eindeutiger Marktführer, sind Mai und Piehl stolz. Das Geldhaus gewährte Kredite von insgesamt 1,8 Milliarden Euro (+ 34,6 Millionen). Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien schlägt sich ebenfalls im Geschäftsbericht nieder: Das Volumen der insgesamt 154 vermittelten Häuser lag bei 46,4 Millionen Euro, bei der Baufinanzierung hat die Sparkasse sogar erstmals die 100-Millionen-Euro-Grenze geknackt. Das ist auch ein Beleg für die Attraktivität der Region: „Wir profitieren vom Zuzug und den vielen Neubauten wie zuletzt im Hanseviertel oder im Rosenkamp“, sagt Piehl — und stellt klar, dass es zwar objektgebundene Baufinanzierungen gegeben habe, bei der die Häuslebauer mit seinem Unternehmen finanzieren mussten, aber die machten nur zehn Prozent aus. Mit Blick auf die endlichen Ressourcen im Stadtgebiet sagt er: „Ich wünsche mir weitere Baugebiete in Lüneburg. Wir brauchen die Erweiterung des Hanseviertels, und wir brauchen den Ebensberg.“ Denn die Hansestadt stehe in Konkurrenz nicht nur zu den umliegenden Kommunen, sondern auch zu Winsen und zum Süden Hamburgs. „Wenn wir den Zuzug wollen, müssen wir auch ein Angebot vorhalten.“

Doch nicht nur in Beton wurde investiert, auch die hohe Kante bleibt trotz sehr niedriger Zinsen gefragt: Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 104,5 Millionen Euro (+ 6,3 Prozent) auf nunmehr 1,8 Milliarden Euro.

Ein wichtiger Baustein seien inzwischen auch die Dienstleistungen, also vermittelte Versicherungen, das Giro- und das Wertpapiergeschäft. 19,9 Millionen Euro im Ergebnis bedeuteten ein Plus von 1,5 Millionen. Gerade auf den Zuwachs bei den Girokonten sind Mai und Piehl stolz. 50 Prozent der Lüneburger wickeln ihre alltäglichen Bankgeschäfte über die örtliche Sparkasse ab. Mehr als 90000 Girokonten sind verzeichnet. Und von diesen Kunden hätten sich 33000 für ein GiroPrivileg-Konto entschieden, das zwar etwas höhere Gebühren hat, dafür aber auch Vergünstigungen bei anderen Anbietern oder eigenen Veranstaltungen bietet.

Ein Beleg, dass dies rege in Anspruch genommen wird: Am Mittwoch startete die Sparkasse den Ticketverkauf für den Zillertaler Abend, ein Bonbon für die Kunden mit eben jenem Konto. Binnen vier Stunden waren 1200 Karten weg.

Leicht rückläufig ist allerdings die Zahl der Mitarbeiter, sie liegt bei etwa 590, die, würden sie alle voll arbeiten, 452 Stellen besetzen. Auch wenn die Sparkasse in den vergangenen Jahren einige Filialen geschlossen hat, um die Kosten geringer zu halten, sei das Unternehmen noch immer das präsenteste Geldinstitut in der Fläche. „Und wir haben die verbliebenen Filialen deutlich gestärkt — mit mehr Personal und mehr Experten vor Ort“, sagt Piehl. Auch die Samstagsöffnung Am Sande habe sich ausgezahlt. Parallel soll aber auch das Online-Angebot ausgebaut werden.

Von der guten Geschäftsbilanz profitiere auch die Region: Einmalig flossen zwei Millionen Euro zusätzlich in die Sparkassenstiftung, insgesamt damit vier Millionen, die wiederum gemeinnützige Initiativen und Projekte unterstützt. Darüber hinaus fließen weiter jedes Jahr 160000 Euro durch die Initiative „Das tut gut“ in Stadt und Landkreis. Der Jahresüberschuss über 3,8 Millionen Euro fließt als Bilanzgewinn in die Sicherheitsrücklage.