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Wohin führt der Weg nach der Grundschule? Die Anmeldungen für den Sommer liegen jetzt vor, danach wechselt fast jeder zweite Viertklässler aufs Gymnasium. Foto: t&w
Wohin führt der Weg nach der Grundschule? Die Anmeldungen für den Sommer liegen jetzt vor, danach wechselt fast jeder zweite Viertklässler aufs Gymnasium. Foto: t&w

Zahlen sorgen für Erleichterung

ahe Lüneburg. Der freie Wille ist schlecht planbar. Die Verwaltungen von Stadt und Landkreis erleben das jedes Jahr, wenn es darum geht, auf welche weiterführende Schule Eltern ihre Kinder schicken möchten, wenn diese ihre Grundschulzeit beenden. Da gibt es dann häufig mancherorts großes Gedränge, während andere Standorte Probleme haben, überhaupt genügend Fünftklässler für ein vernünftiges pädagogisches Angebot zu bekommen. Dann ist stets gutes Zureden gefragt, um vielleicht doch noch den einen oder anderen davon zu überzeugen, dass der eigene Nachwuchs auch an einer weniger beliebten Schule gut aufgehoben sein wird. Jetzt liegen die aktuellen Zahlen für den Sommer vor — und die sorgen für Erleichterung bei den Schulfachleuten der Verwaltungen: „Alles soweit im grünen Bereich“, vermelden sie übereinstimmend.

In den allermeisten Fällen können die beiden Schulträger die Wünsche der Eltern erfüllen. Denn die haben ihre Prioritäten in diesem Jahr — anders als in Vorjahren — recht gleichmäßig verteilt. Dabei kommt den Planern auch zugute, dass insgesamt rund 130 Schüler weniger unterzubringen sind als beim Vorgängerjahrgang. Einerseits droht keine Schule leerzulaufen, andererseits ist das Gedränge nirgendwo so groß, dass Schüler in Mengen abgewiesen werden müssten.

Eine Ausnahme ist die Integrierte Gesamtschule (IGS) Lüneburg. Denn dort stehen jedes Jahr maximal 150 Plätze zur Verfügung, weil die Anmeldezahl aber immer darüber liegt, werden die Plätze stets nach einem festgelegten Verfahren ausgelost. In diesem Jahr lagen 180 Anmeldungen vor, das sind 27 weniger als vor einem Jahr. Entsprechend müssen sich 30 Schüler zu ihrem Zweitwunsch umorientieren. Für die IGS Embsen liegen 88 Anmeldungen vor, das sind rund 40 weniger als im Sommer 2014. Im Frühjahr dieses Jahres bereitete der Schule Sorge, dass nur ein halbes Dutzend der potenziellen Neuzugänge eine Gymnasialempfehlung hatten, die erwünschte Leistungsmischung damit nicht gegeben wäre. Laut Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Stadt Lüneburg, habe sich diese Zahl nun bei etwa 15 eingependelt.

Den Titel der beliebtesten Schule sichert sich in diesem Jahr denkbar knapp das Gymnasium Oedeme mit 181 Anmeldungen. Da in vergangenen Jahren immer mal wieder auch die 200er-Marke geknackt worden war, sehen Stadt und Kreis diese Zahl als erfreuliches Zeichen. Die Bemühungen, den Standort zu entlasten und mehr Eltern zum Beispiel zur Wilhelm-Raabe-Schule zu lotsen, seien aufgegangen. Auch die anderen Gymnasien sind insgesamt stark angewählt worden, es bleibt — gemessen an nackten Zahlen — die beliebteste Schulform mit einer Übergangsquote von 48,9 Prozent.

Die Anmeldezahlen
Gymnasien:
Oedeme:181
Herderschule: 141
Scharnebeck: 137
Wilhelm-Raabe-Schule134
Johanneum:110
Bleckede:98
Oberschulen:
Scharnebeck:93
Oedeme:90
Am Wasserturm:71
Bardowick:68
Adendorf:59
Christianischule:58
Dahlenburg:43
Amt Neuhaus:18
Realschule:
Bleckede: 38
Hauptschule:
Bleckede: 32