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Schulleiter Hermann Rollwage (v. l.), Schulpastorin Silke Ideker, Religionslehrerin Claudia Küper, Schule-ohne-Rassismus-Koordinator Dr. Peter Kaufmann und Projektpate Uwe Walther präsentieren das Schild, das bald die Georg-Sonnin-Schule zieren soll. Foto: be
Schulleiter Hermann Rollwage (v. l.), Schulpastorin Silke Ideker, Religionslehrerin Claudia Küper, Schule-ohne-Rassismus-Koordinator Dr. Peter Kaufmann und Projektpate Uwe Walther präsentieren das Schild, das bald die Georg-Sonnin-Schule zieren soll. Foto: be

Georg-Sonnin-Schule: „Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage“

pet Lüneburg. Für Hermann Rollwage, seit einem Jahr Leiter der Berufsbildenden Schulen II (Georg-Sonnin-Schule) auf dem Schwalbenberg, war gestern „ein besonders schöner Tag“: Bei strahlendem Sonnenschein feierten rund 700 Schüler und Lehrer einen gelungenen Sport- und Gesundheitstag. Gleichzeitig wurde der Schule das Prädikat „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ verliehen.

Als Vertreter der Landeskoordination „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ war Dr. Peter Kaufmann aus dem Kultusministerium in Hannover nach Lüneburg gekommen. Er übergab das Schild an Schulleiter Rollwage, Schulpastorin Silke Ideker, Religionslehrerin Claudia Küper und Uwe Walther, Präsident des VfL Lüneburg und Pate für die Auszeichnung der Georg-Sonnin-Schule.

Mittlerweile seien es 1800 Schulen in Deutschland, die das Prädikant „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ erworben hätten, erklärte Kaufmann. „In Niedersachsen ist die Georg-Sonnin-Schule genau die 211.“ Kaufmann weiter: „,Schule ohne Rassismus Schule mit Courage ist das größte Projekt gegen Diskriminierung und Rassismus in Deutschland.“ Alles in allem gehören rund eine Million Schüler und Schulangehörige dem Projekt an.

Schulpastorin Silke Ideker und Religionslehrerin Claudia Küper hatten das Projekt an der Georg-Sonnin-Schule in die Wege geleitet. Bedingungen für die Anerkennung als „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“: 70 Prozent der Schulangehörigen müssen sich dafür aussprechen, an dem Projekt teilzunehmen an der Georg-Sonnin-Schule wurden 75 Prozent erreicht. Zu unterschreiben war die Verpflichtung: „Ich kenne die Regeln für eine ,Schule ohne Rassismus Schule mit Courage, ich möchte mich an diese Regeln halten und möchte, dass meine Schule diesen Titel erwirbt.“

Zweite Bedingung: Vor der Anerkennung müssen bereits Projekte im Sinne einer Schule ohne Rassismus stattfinden an der BBS gab es unter anderem eine Podiumsdiskussion und ein Filmprojekt. Schließlich muss ein Pate gefunden werden, der den Kontakt nach außen symbolisiert das ist Uwe Walther, Präsident des mit 4000 Mitgliedern zweitgrößten Lüneburger Sportvereins, des VfL. Ein Projekt pro Jahr im Sinne der Projektidee ist eine Verpflichtung, die die BBS II jetzt regelmäßig nachweisen muss.

Vor der Verleihung der Plakette und auch danach wurden die Themen Sport und Gesundheit an der Georg-Sonnin-Schule ganz groß geschrieben. Lehrer Klaus Thomsen und seine Kollegen von der Fachgruppe Sport hatten in monatelanger Arbeit ein großes Programm vorbereitet. Vom Klötzestapeln über Torwandschießen, Tischkicker, die verhexte Strickleiter, den Rollstuhl-Parcours, Tauziehen, Beachvolleyball bis zu Fußball war für jeden etwas dabei.

Auf der Bühne sorgte „Long&Roll“ für fetzige Unterhaltung, auf dem Zeitplan standen Vorträge etwa über „Bewegung ins Leben bringen“, ausgewogene Ernährung, Organspende und Spielsucht. In einem Workshop konnten sich Schüler darüber informieren, wie man positiv mit Prüfungsangst umgehen kann.

Schulleiter Hermann Rollwage war nach einem anstrengenden Tag bei hochsommerlichen Temperaturen zufrieden. Auf die Kombination von Gesundheit und Sport sei es am Aktionstag angekommen. „Wir wollen den Schülern vermitteln, wie wichtig beides auch im späteren Berufsleben für sie ist.“