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Das Kinderfest an der Anne-Frank-Schule stand unter dem Motto der vier Elemente,  besonders die Wasserstationen waren bei den sommerlichen Temperaturen beliebt. Foto: t&w
Das Kinderfest an der Anne-Frank-Schule stand unter dem Motto der vier Elemente, besonders die Wasserstationen waren bei den sommerlichen Temperaturen beliebt. Foto: t&w

Was die Großen für die Kleinen auf die Beine stellen

joh Lüneburg. Alle sind begeistert: Die Schüler der Berufsbildenden Schulen III (BBS III), angehende Sozialpädagogen aus verschiedenen Jahrgängen, die Lehrer, die sich zurücklehnen können, und natürlich die Schüler der Heiligengeistschule und der Anne-Frank-Schule, für die die Schüler aufwendige und bunte Feste organisiert haben.

In der Anne-Frank-Schule lautete das Motto „Feuer, Wasser, Erde, Luft“. Drei Klassen der Berufsfachschule Sozialassistent/in hatten für die Erstklässler elf Stationen rund um die vier Elemente aufgebaut, wo viel gespielt, aber auch ein bisschen gelernt werden konnte. Beim „Feuerquiz“ wurde zum Beispiel der Ernstfall geprobt, beim Highlight der Kinder, dem Fotoshooting, mit dem Wind aus großen Ventilatoren gespielt. Beliebt waren angesichts der Temperaturen natürlich auch die verschiedenen Wasser-Spiele.

Fenna Schlichting, BBS-Schülerin und Organisatorin des Foto-Shootings, erläuterte die Motivation der Gruppe: „Wir wollten Spaß und Action. Und die Kinder sollten auch etwas vom Fest mitnehmen können.“ Klassenlehrer Joachim Schmirander zieht eine „durchweg positive Bilanz“ der Organisation, alle seien mit Spaß und Engagement dabei, eine regelmäßige Kooperation zwischen BBS III und der Grundschule könne er sich gut vorstellen.

Auch die Konrektorin der Heiligengeistschule, Tanja Staats, war sehr angetan: „Alles ist mit viel Liebe und Aufwand gestaltet. Es ist toll, dass so viel Personal für die Kinder da ist.“ Hier fand das Schulfest unter dem Thema „Lüneburger Vielfalt erleben“ statt. Die Heiligengeistschule bot sich dazu besonders an, zum einen durch ihre Stadtnähe und das historische Lüneburger Gebäude, zum anderen durch ihre multikulturelle Ausrichtung. Sie ist bisher die einzige Grundschule, die eine Sprachlernklasse und eine Sprachförderklasse für die wachsende Zahl von Flüchtlingskindern eingerichtet hat.

Für die Schüler der BBS war es deshalb wichtig, dass alle Spielestationen auch ohne Sprache funktionierten und alle mitmachen konnten, egal wie gut sie Deutsch können. Sechs der zwölf Stationen waren in der Innenstadt verteilt, die Schüler wurden so zusätzlich animiert, „über den Tellerrand zu schauen“, sie sollten sich auch mit der Stadt Lüneburg auseinander setzen. Auf dem Marktplatz wurde zum Beispiel getanzt und gesungen. „Musik verbindet, alle machen mit“, erläuterte BBS-Schülerin Dana Kohl, während die Kinder und auch die Lehrer zusammen tanzten.