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„bunt statt blau“: Schüler aus Lüneburg gewinnt Plakatwettbewerb in Niedersachsen

lz Lüneburg. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr 10.500 Schülerinnen und Schüler am bundesweiten DAK-Plakatwettbewerb gegen das „Komasaufen“ bei Jugendlichen. Niedersächsischer Landessieger wurde der 15-jährige Martin Zimmer vom Gymnasium Oedeme in Lüneburg. Er setzte sich gegen knapp 2200 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen durch und erhielt jetzt einen Scheck über 300 Euro, sein Motiv wird in der neuen „bunt statt blau“-Wanderausstellung zu sehen sein. Die Aktion gegen Alkoholmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen steht unter der Schirmherrschaft von Sozialministerin Cornelia Rundt.

Die erfolgreiche Kunstklasse von Hilke Kohfahl am Gymnasium Oedeme: Das Siegerplakat Punkt Punkt Kom a Bricht hat Martin Zimmer gestaltet, den vierten Platz belegten Josephine Lange (r.) und Karoline Brose mit Na, vom Weg abgekommen?. Unter die Top Ten schaffte es auch Luisa Paal, sie wurde Neunte mit Endstation Alkoholsucht. Glückwünsche gab es von Michael Meyer von der DAK Gesundheit. Foto: t&w
Die erfolgreiche Kunstklasse von Hilke Kohfahl am Gymnasium Oedeme: Das Siegerplakat Punkt Punkt Kom a Bricht hat Martin Zimmer gestaltet, den vierten Platz belegten Josephine Lange (r.) und Karoline Brose mit Na, vom Weg abgekommen?. Unter die Top Ten schaffte es auch Luisa Paal, sie wurde Neunte mit Endstation Alkoholsucht. Glückwünsche gab es von Michael Meyer von der DAK Gesundheit. Foto: t&w

„Mein Slogan soll im Gedächtnis bleiben. Deshalb wählte ich den Vergleich mit dem bekannten Text für Kinder „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ und münzte ihn auf Alkohol um“, sagte Martin Zimmer. „Damit möchte ich ein deutliches Zeichen gegen das Komasaufen setzen“, so der Landessieger weiter.

Hilke Kofahl, Kunstlehrerin des Lüneburger Gymnasiums: „Ich freue mich riesig und bin unheimlich stolz auf meine Schüler.“ Die jungen Künstler ihrer 9. Klasse stellen nicht nur den Niedersachsen-Sieger, sondern erreichten auch noch zwei weitere Plätze unter den Top-Ten (Platz 4 und 9). Im Unterricht hat die Pädagogin mithilfe des DAK-Plakatwettbewerbes das Thema Alkohol-Werbung behandelt, auch wenn dies nicht Bestandteil des Lehrplans ist. Kofahl weiter: “Die Kinder setzen sich so mit dem Thema Alkohol mittels ausdrucksstarker Bilder auseinander und wenden sich darüber hinaus an ihre Altersgenossen – das ist authentisch und wirksam.“

„Wenn es um den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen geht, sind junge Künstler die glaubwürdigsten Botschafter“, sagte Regina Schulz, Landeschefin der DAK-Gesundheit Niedersachsen. „Mit ihren Plakaten verdeutlichen sie offen und schonungslos die Risiken beim Rauschtrinken und zeigen gleichzeitig Alternativen auf. Das macht die Präventionskampagne so erfolgreich.“

Den zweiten Platz belegte die 17-Jährige Maren Menke von der Liebfrauenschule in Oldenburg. Platz drei ging an Nele Benda (16), Sarah Langer (17) und Johannes Leo (16). Sie besuchen die 10. Klasse der Lessing-Realschule in Wolfenbüttel.

Den Sonderpreis „junge Künstler“ holte sich die 13 Jahre alte Leonie Janzen von der „jungen Kunstbörde Elsdorf“.

Über die die große Beteiligung im sechsten Jahr von „bunt statt blau“ freut sich Sozialministerin Cornelia Rundt. „In einer Gesellschaft in der Alkohol vielfach verfügbar ist und der Konsum für Erwachsene selbstverständlich ist, haben jüngere Menschen es schwer, das rechte Maß zu finden. Die Kampagne beschreitet nicht den Weg des erhobenen Zeigefingers, sondern fordert die Schüler auf, sich kreativ mit dem Thema „Komatrinken“ kreativ auseinander zu setzen. Aufgrund der guten Erfahrungen unterstütze ich die Aktion gerne.“

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2013 wieder rund 23.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in Niedersachsen gab es 2296 Betroffene, davon 1369 Jungen und 927 Mädchen. Weil die Zahl in den vergangenen Jahren bundesweit stark gestiegen ist, laden DAK-Gesundheit, Bundesdrogenbeauftragte und regionale Unterstützer seit sechs Jahren Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gilt laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt mehrere Auszeichnungen.

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder unter www.dak.de/buntstattblau.

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