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Mohamed (5) hatte nicht nur viel Spaß beim Kettcar-Rennen, er hatte auch gut Lachen: Mit viel Ausdauer und Geschick setzte er sich gegen Jane (7) aus Dänemark durch. Foto: Andreas Tamme
Mohamed (5) hatte nicht nur viel Spaß beim Kettcar-Rennen, er hatte auch gut Lachen: Mit viel Ausdauer und Geschick setzte er sich gegen Jane (7) aus Dänemark durch. Foto: Andreas Tamme

Lüneburger Kinderfest: Action, Spaß und coole Rennen + + + Mit Fotogalerie und LZplay-Video

 us Lüneburg. Es war für jeden etwas dabei: Ob Spiel oder Sport, Musik oder Tanz, Basteln oder Klettern – das Lüneburger Kinderfest lockte am Wochenende wieder große und kleine Kinder mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen in die Lüneburger Innenstadt. Geschätzte 10 000 Besucher waren in den Clamartpark und zum Platz Am Sande gekommen, vor allem das hochsommerliche Wetter am Sonnabend sorgte für volle Plätze und Andrang an den vielen Ständen. Eingeladen hatten erneut die Lüneburg Marketing GmbH und die Landeszeitung.
Dicht belagert waren am Samstagvormittag gleich die erfolgreichen Volleyballer der SVG Lüneburg. Einige Spieler des Bundesligisten zeigten, wie Baggern und Pritschen richtig geht. Tjark aus Lüneburg war voll bei der Sache, als ihm SVG-Spieler Jannik Pörner Tipps für korrekte Stellung und Armhaltung gab. „War toll, vielleicht fange ich mal richtig mit Volleyball an“, sagte der Neunjährige danach.
Ungewohnt prickelndes Fuß-Feeling gab es für die kleine Lilly. An den Händen ihrer Mutter tappste sie vorsichtig über den für sie ungewohnten Barfuß-Pfad. Sogar über die kleinen blauen Glassplitter traute sich die Zweijährige. Auch Mutter Lisa Wilkens war angetan: „Hier wird wirklich viel geboten“, lobte die Bleckederin, „außerdem kann man es gut mit einer kleinen Shopping-Tour verbinden.“
Ins Wasser eintauchen, ohne nass zu werden – wer sich dieses Vergnügen gönnen wollte, hatte am Sand Gelegenheit dazu. In zwei übergroße Wasserbälle konnten die jungen Besucher hineinklettern und sich im Wasserbassin umhertreiben lassen. Beliebt war auch das Wasserrad, das jeden Versuch eines aufrechten Gangs scheitern ließ – ein Riesen-Spaß für die Umherpurzelnden und Zuschauer gleichermaßen.
Wenige Meter weiter rasten die bunt zusammengewürftelten Teams bei den Kettcar-Rennen um die Wette, wer lieber Höhenluft schnuppern wollte, konnte sich mit kräftigem Schwung beim Trampolin-Seilhüpfen nach oben katapultieren lassen. Am Sonnabend luden Schüler der IGS Lüneburg zu fröhlichem Tanz, kurz darauf drehten die G-Breaker aus Lauenburg auf der Bühne ihre Runden. Am Sonntag zeigten die Saltcityfighters, dass Taekwondo nichts mit Tropenholz zu tun hat, und Henning Thomson, dass ein Schlagzeug mehr als nur laut sein kann. Zwischen all den Aktionsflächen lockte die Lüneburger Kindertafel mit attraktiven Gewinnen aus der Los-Trommel. „Die Stimmung war bestens, wir sind sehr zufrieden“, freute sich Leiterin Birgit von Paris.
Gefreut hat sich auch Ben. Der Achtjährige hatte sich einen der Standplätze auf dem Kinderflohmarkt gesichert, bereits Samstagmittag hatte er knapp 200 Euro eingenommen. „Der große Kran ging schnell weg, aber auch die Bücher“, berichtet er. Auf eine kleine Dino-Figur hatte es Aaron abgesehen, schnell wurden sich die beiden handelseinig. „Der kommt zu den anderen“, freute sich der Vierjährige.
Auch am Sonntag zog es viele Besucher trotz dicker Regenwolken am Himmel zu den Veranstaltungen. Beliebt waren die angebotenen Trainingseinheiten des LSK, die Lüneburger Polizei war mit Motorrad und Fingerabdruck-Programm dabei. Einer der Höhepunkte war die Tanzgruppe „MiLaVoe“ aus Vögelsen. Die elfköpfige Mädchengruppe war erstmals auf der Bühne, für ihre Show gab‘s reichlich Applaus. „Wir waren alle total aufgeregt, aber es war super“, freute sich Gruppensprecherin Mia Lauscher.
„Wir sind extra wegen des Kinderfests nach Lüneburg gekommen“, erzählt Tom Franke aus Bad Bevensen. Das Fest selbst findet er gut, geärgert habe er sich aber, dass nicht alles wie angekündigt kostenlos angeboten wurde. „Am Sande musste man für die meisten Angebote zahlen“, kritisiert er. Auch andere Eltern äußerten Kritik. Mirco Wenzel von der Lüneburg Marketing räumte ein, dass offensichtlich nicht ausreichend deutlich gemacht wurde, welche Angebote gemeint waren: „Es waren lediglich die Aktionen, die wir in unserer Ankündigung beschrieben haben.“ Das Missverständnis bedaure er, zumal sich die Veranstaltung gezielt an Familien mit geringerem Einkommen wende. Dass nicht alles kostenlos angeboten werden konnte, habe an der Absage der Toggo-Tour gelegen. „Die waren in diesem Jahr schon für den Hamburger Hafengeburtstag gebucht, eine weitere Station in der Nähe ist da nicht geplant. Wir arbeiten daran, dass wir künftig wieder mehr kostenlose Angebote im Programm haben.“ Zu den kostenpflichtigen Aktionen zählten lediglich die Wasserbälle, die Hüpfburg und das Trampolin-Seilhüpfen auf dem Sand. Alle anderen Angebote und sämtliche Aktionen der LZ im Clamartpark waren bis auf Speisen und Getränke kostenfrei.
Insgesamt zogen die Veranstalter eine positive Bilanz des Kinderfests. „Besonders der Sonnabend war aufgrund des tollen Wetters sehr gut besucht“, freut sich Heidrun Lüneburg von der Landeszeitung. Und auch Mirco Wenzel war zufrieden, „und die Schausteller waren es auch“.

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