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Nachdem sich an der Kreisstraße 2 zwischen Rullstorf und Lüdersburg in Sachen Radweg nichts bewegte, haben die Rullstorfer selbst angepackt und ein Stück Radweg gebaut. Dafür gab es im Februar 2014 von der Radverkehrsinitiative Cycleride den Sonderpreis Trampelpfad. Doch spätestens 2017 soll nun der langersehnte Radweg auf ganzer Strecke gebaut werden. Foto: A/t&w
Nachdem sich an der Kreisstraße 2 zwischen Rullstorf und Lüdersburg in Sachen Radweg nichts bewegte, haben die Rullstorfer selbst angepackt und ein Stück Radweg gebaut. Dafür gab es im Februar 2014 von der Radverkehrsinitiative Cycleride den Sonderpreis Trampelpfad. Doch spätestens 2017 soll nun der langersehnte Radweg auf ganzer Strecke gebaut werden. Foto: A/t&w

Scharnebeck: Ein Radweg am Horizont

off Rullstorf/Lüdersburg. Die Samtgemeinde Scharnebeck plant den ersten Schritt für den Radwegebau an der Kreisstraße 2 zwischen Rullstorf und Lüdersburg. Außerplanmäßig sollen in diesem Jahr 50000 Euro für die Vorbereitung der Maßnahme bereitgestellt werden, darüber abstimmen wird der Samtgemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwoch, 15. Juli, um 19.30 Uhr in der Domäne in Scharnebeck. „Vorgesehen ist der Radweg im Mehrjahresprogramm des Landkreises zwar erst 2017“, sagt Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn (CDU), „aber wenn wir vorher für Baureife sorgen, könnten wir Glück haben, dass es schon 2016 was wird.“

Auslöser für die frühzeitige Mittelbereitstellung war eine Ansage des Landkreises Lüneburg. Der hatte sich um ein Sonderprogramm des Landes beworben und gehofft, damit den Radweg an der K2 schon 2016 realisieren zu können. „Daraufhin hatte uns der Landkreis aufgefordert, die Planungskosten noch in diesem Jahr bereitzu stellen“, sagt Gerstenkorn. Die Samtgemeinde Scharnebeck bereitete alles vor, am Mittwoch wird der Rat entscheiden. „Leider steht inzwischen fest, dass es mit dem Sonderprogramm nicht klappt“, sagt der Verwaltungschef, „trotzdem empfehlen wir als Verwaltung, die 50000 Euro bereitzustellen.“

Gerstenkorns Hoffnung: Ein anderes, für 2016 geplantes Projekt fällt aus. „Wenn wir dann schon die frühzeitige Baureife in der Tasche haben, könnte es sein, dass wir nachrücken.“ Sollte das nicht der Fall sein, „haben wir nicht verloren“, sagt Gerstenkorn, „dann wird der Radweg wie im Mehrjahresprogramm des Landkreises vorgesehen erst 2017 realisiert.“
Kosten wird das Bauprojekt nach derzeitigem Stand rund 1,1 Millionen Euro. „Dabei setzt der Landkreis in der Regel voraus, dass die jeweilige Samtgemeinde die Kosten übernimmt, die nicht durch Fördermittel gedeckt sind.“ Bei dem jetzt gültigen Fördersatz von 60 Prozent heißt das: Knapp 570000 Euro muss die Samtgemeinde aufbringen. „Offen ist, ob und wenn ja mit welchem Anteil sich die Gemeinden Lüdersburg und Rullstorf an den Kosten beteiligen“, sagt Gerstenkorn.

Gebaut werden soll der Radweg entlang der K2 von Rullstorf über Lüdersburg die Landesstraße 219 entlang bis nach Jürgenstorf. „Das heißt, wir werden auch den selbstgebauten Radweg der Rullstorfer mit ausbauen“, sagt Gerstenkorn. In Eigenleistung haben Bürger dort einen Sandweg für Radfahrer geschaffen, „eine sehr gute Vorbereitung, die dann genutzt werden kann“.